Von Kai Braue und Marçel Robbers
6. "You are the Brand" - Emotionale Kundenansprache
In einer technisierten Welt wünschen wir uns Produkte, die uns Vertrauen und Sicherheit geben, die wir verstehen und mit denen wir uns identifizieren können. Die Trends "Emotional Technique", "Emotional Naming" und "You are the Brand" tragen dem Rechnung.
Das Design technischer Produkte ist emotionaler und verspielter geworden, um die Angst vor der immer komplexeren Technik zu nehmen und um Kinder anzusprechen und früh an die Marken zu binden. Fernseher im Disney-Design, elektronisches Spielzeug, Handys und Küchengeräte für Kinder, ein Internettelefon als Teufelchen, iPod-Zubehör als Spielzeugtiere und Pflanzen gibt es in einer Vielfalt, wie wir es in Deutschland noch nicht kennen.
"Emotional Naming" arbeitet mit sprachlichen Bildern, die emotional aufgeladen sind. "Zartbitter" war gestern - heute heißt Schokolade "Twilight Delight" oder "Mint Bliss", dänische Lakritzen heißen "Osama bin Salmiak", der Geschmack von Limonaden wird mit Dread Licorice oder Monster Mojito in der Halloween Edition benannt.
Die Flüssigseife von Method in einer tropfenförmigen, auf das Wesentliche beschränkten Verpackung, nennt sich "go naked" und andere Körperpflegeprodukte dieser Marke haben so schöne Namen wie "eternal optimist", " absenteiste", "escape artist" und "go getter". Tees heißen "Happiness", "Friendship", "Inspiration" und "Sleepy".
Es machen auch wieder kleine Geschäfte auf, die bewusst eine emotionale Produktbeziehung aufbauen. Sie werten mit ihrer Ursprünglichkeit und dem reduzierten Ansatz die Marke auf. Die Nachfrage ist da.
Der Trend "You are the Brand" bindet die Konsumenten in die Markenwelt ein, um dadurch die Verbindung zur Zielgruppe zu stärken. Das geschieht zum Beispiel durch die Abbildung von Schnappschuss-Fotos auf den Verpackungen der Softdrink-Marke "Jones", auf denen "Menschen wie du und ich" gezeigt werden und die dadurch sehr persönlich wirken.
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