05.06.2009
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Ungeliebte Arbeit

Die schmutzigsten IT-Jobs

Von Christiane Pütter

3. Teil: Vom Hardwareleichenwäscher bis zum Kabelzieher

5. Der Hardwareleichenwäscher

In jeder Firma gibt es Infrastrukturteile, die nicht mehr gebraucht werden, und Geräte, die zwar nicht tot, aber alt sind. Einer muss sie abholen und auf den Altgerätefriedhof bringen. Branchenkenner Lawrence Imeish berichtet, dass diese Menschen oft mit Bergleuten verwechselt werden. Die Gesichter unter dicken Schichten von Staub, die Arme bandagiert, weil Geräte instabil auf einem Regal balancierten und im falschen Moment herunterfielen - IT kann ein Drecksjob sein.

6. Der E-Mail-Spitzel

Finden und Mund halten: E-Mail-Spitzel wühlen im Leben fremder Leute
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Corbis

Finden und Mund halten: E-Mail-Spitzel wühlen im Leben fremder Leute

Zwar macht sich der E-Mail-Spitzel den weißen Kragen nicht dreckig, wohl aber die weiße Weste. Sicherheitsspezialist Roger Grimes geht davon aus, dass jedem dieser Job angedient werden kann, der genug IT-Erfahrung hat und verschwiegen wirkt. Der Job besteht darin, die E-Mails der Belegschaft zu lesen oder ihre Browserhistorie zu dokumentieren. Manchmal ist auch der eigene Vorgesetzte die Zielperson.

Wer sich darauf einlässt, sollte sich nicht einreden, er wende Schaden von der Firma ab, so Grimes. Entdeckt der Spitzel zum Beispiel Kinderpornos auf dem Rechner eines Vorstandsmitglieds und informiert seinen Auftraggeber darüber, wird längst nicht immer die Polizei eingeschaltet. Im Klartext: Der Spitzel soll keine Verbrechen aufdecken, sondern brisante Informationen finden und ansonsten den Mund halten.

7. Der Kabelzieher

Garth Callaghan heißt der wackere Mann, der eine scheinbar ganz einfache Arbeit zu Geld machen wollte: Hardwarekabel abziehen und wieder einstecken. Die einzigen Bedingungen sind körperliche Fitness und eine Affinität zu Adaptern, Plugs und Dongles.

Heute weiß er, was die Arbeit bei einer professionellen Umzugsfirma bedeutet. In den meisten Büros wurde vor fünf oder zehn Jahren das letzte Mal unter die Tische geguckt. Zum Stöpsel-Spezialisten eignet sich nur, wer auch eine Affinität zu basketballgroßen Staubknäueln hat.

Callaghan erinnert sich besonders gern an einen Fall, in dem sich die Kabel in dem Spalt zwischen Arbeitsplatz und Wand einfach nicht bewegen ließen. Keinen Zentimeter. Irgendwann riss er einfach grob an den Kabeln, und eine Flasche mit italienischer Salatsauce schoss in die Höhe. Die Sauce regnete auf Wand, Computer und ihn selbst herunter. Ein Blick auf das Flaschenetikett ergab, dass das Mindesthaltbarkeitsdatum für das Dressing zwei Jahre zurücklag. Er esse aber trotzdem noch gern Salat mit Italian Dressing, versichert Callaghan.

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