München - Schickes iPhone am Ohr, elegantes Netbook auf den Knien und den Kopf voller hoch komplizierter Daten? IT geht auch anders. Dan Tynan vom amerikanischen IT-Magazin Infoworld hat die sieben unbeliebtesten IT-Jobs zusammengetragen.
1. Der Datenkrisenberater
Erwachsene Menschen, die bitterlich weinen, sind die Klientel von Kelly Chessen. Sie arbeitet bei einer Firma, die verlorene Daten wiederherstellt. Dabei geht es nicht nur um die letzten und einzigen Videos der just verstorbenen Eltern, sondern auch um komplette Microsoft Exchange Server. Sie habe mit Managern gesprochen, die dachten, sie könnten komplizierte IT-Systeme selbst implementieren, erklärt Chessen. Sie konnten es aber nicht.
Wenn man 30 Minuten lang angebrüllt wird, berichtet die Frau mit dem offiziellen Titel Data Crisis Counselor, fällt es nach fünf bis zehn Minuten schwer, das Ganze nicht persönlich zu nehmen. Sie ist froh um ihre fünf Jahre Erfahrung in der Telefonseelsorge. Oft haben die Anrufer extrem große Angst, nicht nur geschäftskritische Daten, sondern auch den Job zu verlieren. Was bei Chessens Kunden auch schon vorgekommen ist. Ihr Fazit: "Ein normaler IT-ler kann diese Arbeit nicht machen!"
2. Der Konsolenzombie
Blasse Gestalten, die nie an die Sonne kommen, weil sie sich den ganzen Tag im Rechenzentrum aufhalten und auf Bildschirme starren, sind für viele Entscheider unverzichtbar. Also hockt ein Konsolenzombie herum und merkt auf, falls ein grünes Lämpchen plötzlich rot blinken sollte. Manchmal hofft er wohl auch, dass das endlich mal passiert, mutmaßt Dan Tynan.
Dennoch: So, wie manche Menschen niemals in eine computergesteuerte, fahrerlose U-Bahn einsteigen würden, vertraut mancher CIO lieber seinen menschlichen Zombies. Sie sind wohl nicht totzukriegen.
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