Vor einiger Zeit saß ich mit Autoherstellern zusammen und machte einen Vorschlag, der wahrscheinlich klang wie Blasphemie: Ich forderte sie auf, die Entwicklungsabteilung zu öffnen und sowohl transparent als auch kooperativ zu gestalten.
Auf die Ideen der Kunden zu hören ist nicht gerade eine Stärke US-amerikanischer Automobilfirmen. Wenn es eine wäre, hätte ich schon vor Jahren zu der Heerschar von Leuten gehört, die gern bereit waren, ihnen zu empfehlen, man möge bitte 39 Cent für einen Anschluss an Autoradios investieren, wo wir unsere iPods anschließen können.
Jedes Mal, wenn ich versuche, im Auto Podcasts zu hören, und dafür verschiedene Tricks anwenden muss - FM-Transmitter, die schon bei der geringsten Abweichung nichts mehr übertragen, irgendwelche Kassettenrecorder (wenn man so etwas überhaupt noch hat), die scheppern und nicht richtig funktionieren -, verfluche ich die Autohersteller und ihre Zulieferer. Lassen Sie uns doch wenigstens beim Design der Radios, die Sie einbauen, behilflich sein, legte ich ihnen eindringlich nahe.
Jeff Jarvis: "Was würde Google tun? Wie man von den Erfolgsstrategien des Internet-Giganten profitiert."; Heyne Verlag, April 2009, 416 Seiten, 19,95 Euro.
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Sie bleiben immer gleich, Jahr für Jahr. Mittlerweile sehen auch alle gleich aus. Und nur selten rufen sie Begeisterung hervor. Wie könnte ein Automobilhersteller mit seinen Produkten und seinem Markennamen wieder Wohlwollen hervorrufen - wie könnte er ein wenig geliebt werden? Indem er die Kunden einbezieht, so behaupte ich - indem er Autos baut, die die Kunden wollen, weil man ihnen die Chance gegeben hat, ihre Wünsche zu äußern.
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