Frankfurt am Main - Telefon und E-Mail sind die wichtigsten Mittel für die berufliche Kommunikation am Arbeitsplatz. Gegenüber neuen Werkzeugen wie Wikis, Blogs oder sozialen Netzwerken besteht in den Unternehmen in Europa hingegen noch erhebliche Skepsis, wie eine Studie der Marktforschungsgesellschaft Forrester ergab.
So gaben nur 5 Prozent der mehr als 3000 befragten Angestellten in europäischen Unternehmen an, in der Kommunikation mit externen Mitarbeitern soziale Netzwerke zu nutzen. Noch geringer war der Einsatz von Blogs (2 Prozent) und Wikis (1 Prozent). Die Studie ergab "neben der geringen Bereitschaft zur Nutzung dieser neuen Technologien auch wenig Vertrauen in ihre Fähigkeit, die Zusammenarbeit effizienter zu gestalten".
Deutlich häufiger wird da schon mit 15 Prozent das Instant Messaging genutzt, also der Onlinechat. Der Datenaustausch mit E-Mail-Anhängen wird von 48 Prozent der Befragten für die externe Kommunikation genutzt, E-Mail von 68 Prozent und das Telefon von 80 Prozent.
"Wissensspezialisten", wie die Studie die "Knowledge Workers" in den Unternehmen nennt, bevorzugen nach Möglichkeit die Echtzeitkommunikation im direkten Austausch gegenüber einer zeitlich versetzten "asynchronen" Kommunikation - diese könnte "zu Verzögerungen und Ungewissheiten hinsichtlich der Qualität der Kommunikation führen". Daher hat das Telefon immer noch den Vorsprung vor der E-Mail.
"Papier ist immer noch ein großer Zeitfresser"
Insgesamt stellt die Studie eine grundsätzliche Zufriedenheit mit den bestehenden Mitteln der Zusammenarbeit fest. Jedoch gaben 70 Prozent an, dass Geschwindigkeit und Effizienz gesteigert werden könnten. 62 Prozent befürworteten einen geringeren Papierverbrauch, um den störenden "Medienbruch" zwischen elektronischen Werkzeugen und der Arbeit mit Papier zu vermeiden. Insbesondere in verteilten Teams könne "der Austausch von Informationen und Ideen durch papierbasierte Prozesse signifikant verlangsamt und behindert werden", erklären die Forrester-Experten.
Die Studie wurde vom Softwareunternehmen Adobe in Auftrag gegeben, das mit dem Programm Acrobat und der PDF-Technik die digitale Zusammenarbeit unterstützt. "Wir wollen das Papier nicht abschaffen", sagte Adobe-Manager Rüdiger Herfrid bei der Vorstellung der Ergebnisse. "Aber Papier ist immer noch ein großer Zeitfresser."
manager-magazin.de mit Material von ap
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