Hamburg - Am 9. Dezember 1968 demonstrierte der Computerpionier Douglas C. Engelbart erstmals seine Erfindung auf einer Konferenz in San Francisco. Außerhalb des anwesenden Fachpublikums stieß sie jedoch vorerst auf nur wenig Begeisterung. Und es sollte noch viele Jahre dauern, bis die Maus ihren weltweiten Siegeszug antreten konnte.
Mit heute gängigen Computermäusen hatte das erste Exemplar, das von Bill English, dem Chefingenieur von Engelbarts Forschungszentrum am Stanford Research Institute (SRI), gebaut wurde, noch wenig Ähnlichkeit. Der Prototyp bestand aus einem klobigen Holzkästchen mit Strippe, einer roten Taste zum Klicken und einem Rad, das die Bewegungen des Geräts auf dem Bildschirm umsetzte.
Erst rund 14 Jahre später, Anfang 1983, präsentierte Apple
unter dem Namen Lisa einen Rechner, der dank seiner grafischen Benutzeroberfläche mit einer Maus bedient werden konnte. Apple-Chef Steve Jobs hatte als einer der ersten das Potenzial des damals noch sündhaft teuren Eingabegeräts erkannt. Jobs hatte die Maus im legendären kalifornischen Forschungszentrum Palo Alto Research Center (PARC) des Druckerherstellers Xerox
kennen gelernt, wo das "Zeigegerät" zur modernen Kugelmaus weiterentwickelt worden war.
Während die Xerox-Chefs an der Ostküste die Entwicklung der Maus im PARC ignorierten, machte Jobs die Maus zu einem elementaren Baustein der Apple-Computer und lizenzierte als erster die Erfindung.
Ein Jahr später folgte der erste Apple Macintosh, der auch einen kommerziellen Erfolg erzielen konnte. Mithilfe eines von der damals noch jungen Schweizer Firma Logitech entwickelten Adapters ließ sich eine Maus wenig später auch an einen IBM-kompatiblen Rechner anschließen, der den Weg für die weltweite Verbreitung des Computers ebnete. Mit dem Microsoft-Betriebssystem Windows 95 setzte sich die Maus dann auch im PC-Markt durch. Heute ist die Bedienung eines Computers ohne Maus kaum noch vorstellbar. Im Dezember 2008 lieferte Logitech nach eigenen Angaben seine milliardste Maus aus.
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