Industrie zufrieden, Umweltschützer warnen vor Elektrosmog
"Kein Verbraucher muss befürchten, im Dunkeln stehen gelassen zu werden", erklärte die Vizepräsidentin des Europäischen Parlaments und Energieexpertin Mechtild Rothe (SPD). Sie verwies darauf, dass die Umstellung auf Energiesparbirnen mit der Industrie abgesprochen sei.
Die hat sich weitgehend bereits auf das Ende der Glühlampe eingestellt. Die alten Glühbirnen werden vor allem noch in Ungarn, Polen und einigen westeuropäischen Ländern hergestellt. Die EU-Kommission schätzt, dass europaweit etwa 8000 von insgesamt 50.000 Beschäftigte der Branche die herkömmlichen Glühlampen produzieren. Die betroffenen Unternehmen sollten ihre Produktion auf Energiesparlampen umstellen und so die Arbeitsplätze erhalten. Die Kommission erwartet allerdings auch, dass etwa 2000 bis 3000 Jobs wegfallen dürften.
Die Siemens-Tochter Osram begrüßte die Ankündigung der EU. "Die Glühlampe ist wegen ihrer geringen Effizienz ein Auslaufmodell", sagte Osram-Chef Martin Götzeler. Rund 850 der 12.000 Osram-Mitarbeiter in Europa seien derzeit nach Angaben von Siemens
noch mit der Glühbirnen-Fertigung beschäftigt. "Wir erwarten nicht, dass die Abschaffung der Glühbirne zu einem Verlust von Arbeitsplätzen führt – es ist geplant, die Fertigungen umzustellen und Mitarbeiter umzuschulen", sagte ein Siemens-Sprecher.
Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) begrüßte die "richtige Entscheidung für den Klimaschutz". Zugleich forderte der BUND, die Ökobilanz der Birnen zu verbessern. Dazu müssten die Quecksilbergehalte in den überwiegend in Asien produzierten Lampen weiter reduziert werden. Der Handel müsse ausgediente Lampen als Sondermüll erfassen. Zudem erzeugten die Lampen derzeit noch zu viel Elektrosmog.
manager-magazin.de mit Material von ap, afp und dpa
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