Bonn - Der am Wochenende bekannt gewordene Diebstahl von 17 Millionen Kundendaten bei der Deutschen Telekom
ist nach Informationen der Nachrichtenagentur dpa-afx kein Einzelfall. In diesem Jahr habe die Telekom drei Anzeigen gestellt, hieß es. Neben einem bekannten Fall in Bremerhaven seien die Staatsanwaltschaften in Berlin und München eingeschaltet worden. In München sei ein Datenträger mit rund 70.000 Kundendaten aufgetaucht.
Zudem erfuhr die Nachrichtenagentur am Donnerstag aus Konzernkreisen, Vorstandschef René Obermann nach dem Auftauchen der weiteren Missstände die Datensicherheit "massiv verbessern" wolle und dazu eine umfassende Untersuchung der Vorfälle durchführe.
Geprüft werde demnach eine Bündelung der bislang getrennten Bereiche Datenschutz und Konzernsicherheit. Dies könne so weit gehen, dass eigens ein Vorstandsposten für diese Funktion geschaffen werde.
Unterdessen sagte der rheinland-pfälzische Datenschutzbeauftragte Edgar Wagner, dass die 17 Millionen gestohlenen T-Mobile-Kundendaten, die bei einem Mainzer Unternehmer lagern, bald gelöscht würden. In den nächsten Tagen sichere die Staatsanwaltschaft Bonn noch Beweise, teilte Wagner am Donnerstag in Mainz mit. Dann würden die Daten unter seiner Aufsicht gelöscht. Der Unternehmer ist nach eigenen Angaben seit zweieinhalb Jahren im Besitz der Kundendaten und hatte dies auch der Telekom-Tochter T-Mobile mitgeteilt.
manager-magazin.de mit Material von dpa-afx
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