16.07.2008
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Congstar

"Wir sind nicht die Kundenhaltemaschine der Telekom"

Von Anne Seith und Nils-Viktor Sorge

3. Teil: "Service künftig per Mail statt Telefon"

mm.de: Wie stimmen Sie sich mit der Telekom ab, etwa bei den Tarifen?

Wachstumsmarkt DSL: Congstar will mit Komplettangeboten punkten
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Wachstumsmarkt DSL: Congstar will mit Komplettangeboten punkten

Lautz: Wir sind ein eigenständiges Unternehmen und müssen unsere Tarife selbst so gestalten, dass sie für uns wirtschaftlich sind.

mm.de: Dennoch sind Sie mit dem Mutterkonzern eng verflochten. Im DSL-Bereich empfinden es viele Kunden als einen Nachteil, dass Sie nur mit einem Telekom-Festnetzanschluss zu Ihnen kommen können.

Lautz: Das wird sich in den kommenden Wochen ändern. Wir starten ein Komplettangebot, für das der Kunde eben keinen Telekom-Anschluss mehr braucht, und wir ihm ein eigenes Angebot für Telefonie und Internet machen werden. Der Kunde wird dann über das Internet telefonieren, ohne dass er es merkt. Er kann seine Rufnummer behalten und sein Telefon weiter nutzen. Der Markt für solche Komplettangebote ist zuletzt stark gewachsen, und da wollen wir natürlich partizipieren.

mm.de: Wie wird denn so etwas in der Telekom aufgenommen, das gibt doch Ärger?

Lautz: Es wurde sicherlich mal durchgeatmet. Aber es ist eine bewusste Entscheidung gewesen, Congstar zu gründen. Und wer A sagt, muss auch B sagen. Wir sind nicht bloß die Kundenhaltemaschine der Telekom.

mm.de: Letztlich springen Sie mit dem Angebot wieder auf einen Zug auf. Was wollen Sie anders machen?

Lautz: Das Produkt DSL ist für die Verbraucher noch nicht einfach genug. Wir wollen dafür sorgen, dass die Serviceprozesse einfach und transparent für den Kunden sind. Dazu muss er besser mit dem Anbieter kommunizieren können. Das wird in Zukunft eher per E-Mail als über das Telefon der Fall sein.

mm.de: Was soll das neue Angebot kosten?

Lautz: Den genauen Preis geben wir bekannt, wenn es so weit ist. Wir werden in den einschlägigen Preistabellen aber sicher nicht weit abgeschlagen rangieren. Wir werden deutlich günstiger als die Telekom sein.

mm.de: Wie sieht es im Bereich Mobilfunk aus? Dort finden Sie im Bereich Prepaid offensichtlich besseren Anklang als bei Vertragskunden. Ist Ihr Baukastenmodell mit Flatrates für Gespräche zu einzelnen Anbietern ein Ladenhüter?

Lautz: Was die Zahl der Kunden betrifft, sind wir bei Prepaid stärker. Im Bereich der Vertragskunden ist die Konkurrenz ungleich stärker. Aber besonders die Festnetz-Flat und die Rundum-Flatrate verkaufen sich gut.

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