Donnerstag, 9. Februar 2012, 23:55 Uhr

manager magazin



08.07.2008
 

Versandhandel

Umsatzbringer Internet

Das Versandgeschäft in Deutschland wird in diesem Jahr doppelt so schnell wachsen wie im Vorjahr und damit die klassischen Kaufhäuser weit hinter sich lassen - dank des Internetbooms. Der Onlineverkauf touchiert erstmals die 20-Milliarden-Euro-Grenze und macht den Versandhandel somit fast zum Onlinehandel.

Frankfurt am Main - Das Einkaufen im Internet wird in Deutschland zur Gewohnheit. 2008 werden Waren für 13,4 Milliarden Euro online bestellt, hat TNS Infratest errechnet. Das sind 23 Prozent mehr als im Vorjahr.

Umsatzstütze Internet: Versandhandel profitiert stark vom seinem Onlinegeschäft

Umsatzstütze Internet: Versandhandel profitiert stark vom seinem Onlinegeschäft

Einschließlich der Erlöse aus digitalen Diensten wie dem Verkauf von Eintrittskarten oder dem Herunterladen von Musik und Filmen klettere der Internetumsatz sogar auf rund 19,3 Milliarden Euro erreichen, teilte heute der Bundesverband des Deutschen Versandhandels (BVH) mit.

Entsprechend rasant entwickelte sich zuletzt das Geschäft der Versandhäuser, die für ihre Dienste ausschließlich auf das Internet setzten. Ihr Umsatz legt nach Verbandsangaben um fast 40 Prozent auf rund 4,5 Milliarden Euro Umsatz zu. "Der Wachstumsmotor Internet läuft weiter auf Hochtouren. Dadurch wird der Versandhandel immer mehr zum Onlinehandel, der unserer Branche steigende Umsätze sichert", sagte BVH-Präsident Rolf Schäfer.

Insgesamt werde der Versandhandel dank des Internetgeschäfts im laufenden Jahr um 3,7 Prozent auf rund 28,6 Milliarden Euro wachsen, erläuterte Schäfer. Damit fällt das Plus zwar schwächer als noch 2007 aus, aber dennoch "mehr als doppelt so stark" wie es für den Einzelhandel als Ganzes erwartet wird. Der Anteil des Versandhandels am gesamten Branchenumsatz steige damit auf 7,2 Prozent.

Das meiste Geld geben die Deutschen dabei für Bekleidung, Textilien und Schuhe aus. Auf sie entfallen in diesem Jahr geschätzt rund 13,4 Milliarden Euro des Branchenumsatzes, ein Plus von 8,2 Prozent verglichen mit dem Vorjahr. Die Umsätze mit Medien würden um 0,7 Prozent auf rund 2,86 Milliarden Euro schrumpfen, während die Erlöse mit Unterhaltungselektronik und Elektronikartikeln um 2 Prozent auf 2,1 Milliarden Euro zulegen sollten, schätzt der BVH.

manager-magazin.de mit Material von dpa und reuters

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