United Internet unter den Global Playern
"Während die 90er Jahre von Fusionen und schnellem Wachstum geprägt waren, definieren die weltgrößten Medienkonzerne heute ihre Kerngeschäfte neu", sagte Gisela Schmalz, Medienökonomin am IfM. Alle großen Medienunternehmen seien derzeit mit den Herausforderungen des Internets beschäftigt. "Rupert Murdochs News Corp. zeigte sich besonders kauffreudig und ist damit erfolgreich, insbesondere mit MySpace", so Schmalz. Sollten die Werbeerlöse auf den Onlinemärkten zunehmen, bessern sich nach Expertenansicht auch die gesamten Bilanzen der Medienunternehmen.
Erstmals hat das IfM in seiner Datenbank auch die maßgeblichen Onlinekonzerne in einer eigenen Datei gelistet. Marktführer ist hier Google
mit 12,1 Milliarden Euro (8,45 Milliarden) Umsatz. Der Konzern konnte sowohl an Umsatz wie auch an Gewinn stark zulegen. Wäre Google ein traditionelles Medienunternehmen, rangierte das kalifornische Suchmaschinen-Imperium in der IfM-Rangliste der Medienkonzerne auf Platz sieben, hinter Bertelsmann und vor dem Fernseh- und Filmkonzern NBC Universal.
"Google achtet aber sehr darauf, nicht als Medienkonzern zu gelten", sagte Schmalz. "Mit dem Argument, Google und YouTube seien bloß Vermittlerplattformen, will man sich urheberrechtlicher Verantwortung entziehen." Über die Suchmaschine Google können publizistische Inhalte von internationalen Medienunternehmen gesucht und gefunden werden. Dieser Mechanismus hat zu zahlreichen Streitigkeiten geführt. So klagt Viacom aufgrund von Urheberverletzungen seit längerem gegen das zu Google gehörende Videoportal YouTube.
Als erstes deutsches Unternehmen folgt auf Rang fünf United Internet
. Der Konzern mit seinen Marken Web.de und GMX setzte im vergangene Jahr rund 1,49 Milliarden Euro um.
manager-magazin.de mit Material von dpa
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