10.04.2008
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Motivation

IT-Kräfte ticken anders

Von Christiane Pütter

2. Teil: Generation 50 Plus ist kritischer

Generation 50 Plus ist kritischer

Drittwichtigster Punkt ist die soziale Verantwortung. Nach den Worten von Martin Hofferberth, Vergütungsexperte bei Towers Perrin, ist damit zum einen die gesellschaftliche Verantwortung nach Außen gemeint. So kann ein Unternehmen über Stiftungen oder Charity-Aktionen ein bestimmtes Image aufbauen. Zum anderen geht es auch um die Verantwortung nach Innen, also um die Frage, wie etwa bei Kündigungen mit den Mitarbeitern umgegangen wird.

  Wovon hängt das Engagement ab?   Die Dimensionen der Mitarbeitermotivation
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Wovon hängt das Engagement ab?
Die Dimensionen der Mitarbeitermotivation

Mandy Rehmann, Senior Projekt Managerin bei der Personalberatung Kienbaum, beobachtet, dass der Faktor Verantwortung eng mit der aktuellen Situation des Unternehmens zusammenhängt. "In Phasen von Restrukturierungen ist es Mitarbeitern besonders wichtig, dass offen und ehrlich kommuniziert wird", sagt sie. Niemand wolle aus der Zeitung erfahren, wie es mit seiner Firma weitergeht. Befindet sich das Unternehmen dagegen in einer Phase der Konsolidierung, stehen die eigenen Karriere- und Entwicklungsmöglichkeiten stärker im Fokus.

Der nächste Mythos bezieht sich auf das Alter. Es stimme nicht, dass sich ältere Angestellte nicht mehr so stark einbringen, so Towers Perrin. Allerdings scheint mit den Jahren auch das Gewissen zu wachsen: Die Gruppe 50 Plus legt besonders großen Wert auf das soziale Engagement ihres Arbeitgebers und achtet kritischer als andere darauf, dass die Führungsriege als Vorbild taugt.

Das dürfte allerdings kaum für IT-Fachleute gelten. Glaubt man der Studie, tickt die Branche High Tech/Telekommunikation anders. Towers Perrin differenziert dabei zwischen Mitarbeitergewinnung und Mitarbeiterbindung. Fazit: Um Bewerber zu kriegen, muss erst einmal mit dem Geldbeutel gewunken werden, steht das Grundgehalt doch auf Platz Eins der Treiber. Dicht dahinter liegen die Karrierechancen, gefolgt von flexiblen Arbeitszeiten. Soziales Engagement des Unternehmens taucht dagegen nicht in den Top Ten auf.

Geht es darum, die gewonnenen Mitarbeiter zu binden, scheint es um das moralische Empfinden der IT-Kräfte aber gar nicht so schlimm zu stehen. Immerhin steht der Punkt von der sozialen Verantwortung auf Platz sechs. Und auch Informatikern ist es am Wichtigsten, wie allen Befragten, dass sich die Unternehmensleitung für ihre Mitarbeiter interessiert. Außerdem legen IT-Spezialisten Wert darauf, dass in der Firma innovatives Denken gefördert wird, sie Karriere machen können und in ihrem Bereich Entscheidungskompetenz haben (Plätze zwei bis vier).

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