Von Florian Huber
Regel 1: Kürze, Kürze, Kürze
Bei Immobilien kennt jeder die drei L: Lage, Lage, Lage. Auf Domains übertragen, ergeben sich die drei K, nämlich: Kürze, Kürze, Kürze. Im Regelfall gilt: je kürzer ein Domain-Name, desto besser. Ein Beispiel hierzu: muesli.de ist besser als muesli-online.de, muesli-online.de wiederum besser als muesli-mixen-online.de.
Regel 2: Machen Sie den Anrufbeantwortertest
Sprechen Sie Ihren Wunschnamen auf die Anrufbeantworter Ihrer Bekannten. Sagen Sie den Domain-Namen nur einmal, ohne Wiederholungen und ohne ihn zu buchstabieren. Wenn Ihre Bekannten Ihre Website damit im ersten Anlauf finden, dann ist das ein Domain-Name, den Sie in die engere Wahl ziehen sollten.
Abschreckende Beispiele in diesem Zusammenhang sind Domains wie etwa Kijiji.de (Kleinanzeigen) oder Bayanoo.de (Handys). Da hilft meistens nur, etwas Ähnliches bei Google einzutippen und auf das "Meinten Sie"-Feature zu vertrauen ... Eine Website, die nur über den Umweg via Google gefunden werden kann - das ist nun wirklich keine gute Idee.
Regel 3: Nur Top Level Domains mit gutem Image
Sie planen, die Welt mit einem Online-Müslishop zu beglücken, und Ihre Wunschdomain Muesli.de ist schon vergeben? Sie kommen deshalb auf die Idee, auf eine andere Top Level Domain auszuweichen, also zum Beispiel muesli.ws oder muesli.cx?
Hier sollten Sie vorsichtig sein, denn auch in der virtuellen Welt gibt es die Topcitylagen und die Hinterhöfe in der Provinz. Und unter exotischen Domain-Endungen wie .ws, .cx oder .vu finden sich eher die Briefkastenfirmen der Onlinewelt. Also: Konzentrieren Sie sich bei Ihrer Suche nach einer Domain ausschließlich auf Top Level Domains mit gutem, seriösem Image wie zum Beispiel .de, .com oder auch .eu.
Regel 4: Registrieren Sie verschiedene Varianten
Stellen Sie sich vor, Sie sind ein Anbieter von Rhetorikseminaren. Und unter der Domain Rhetorik-Tipps.de möchten Sie nun Ratschläge zur Verbesserung der Redekunst geben und nicht zuletzt auch Ihr Kursangebot präsentieren. Wie oft denken Sie, werden sich die Surfer wohl beim Eintippen Ihrer Domain vertippen? Typisch wären folgende Tippfehler: Rhetoriktipps.de, Retoriktipps.de, Rhetorik-Tips.de, Retorik-Tips.de und so weiter. In vielen Fällen ist es also sinnvoll, auch gleich die verschiedenen Schreibweisen und typischen Tippfehler des Domain-Namens mitzuregistrieren.
Regel 5: Juristische Fallstricke beachten
Bei juristischen Konflikten in Zusammenhang mit Domains sind Streitwerte um 50.000 Euro keine Seltenheit. Selbst eine einfache wettbewerbsrechtliche Abmahnung durch einen Anwalt kann schnell mit über 500 Euro zu Buche schlagen. Gerade im Spannungsfeld zwischen Unternehmensnamen, Marken, Werktiteln und Domains kann man schnell in raue See geraten. Auch hier gibt es paar Faustregeln, um zumindest die schlimmsten Fehler zu vermeiden. Mehr dazu auf www.domain-recht.de/recht.
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