Donnerstag, 9. Februar 2012, 02:18 Uhr

manager magazin



19.03.2008
 

Apple

Flatrate für Musik

Ein neues Geschäftsmodell soll der schwächelnden Musikbranche auf die Beine helfen. Führende Konzerne verhandeln mit Apple über eine Flatrate für dessen Online-Musikladen iTunes. Damit wäre die Musik beim Kauf von iPod oder iPhone schon enthalten - und den Konzernen ein Pauschalbetrag sicher.

Hamburg - Führende Musikkonzerne verhandeln nach einem Pressebericht mit Apple Chart zeigen über ein neues Geschäftsmodell für den Online-Musikladen iTunes. Kunden könnten demnach künftig Apple-Geräte wie den iPod oder das Multifunktionshandy iPhone mit einem Aufschlag kaufen und dafür auf sämtliche Musiktitel im Online-Katalog von Apple unbegrenzt zugreifen, berichtet die "Financial Times Deutschland".

  Gerät mit Inhalt:   Künftig könnte die Musik schon beim Kauf des Players mitbezahlt werden
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Getty Images

Gerät mit Inhalt:
Künftig könnte die Musik schon beim Kauf des Players mitbezahlt werden

Strittig sei noch die Umsatzbeteiligung, die der US-Computerkonzern den Musikanbietern für die Freigabe ihrer Titel zugestehen will. Entweder soll gleich beim Kauf der Geräte ein fester Betrag aufgeschlagen werden, der die unbegrenzte iTunes-Nutzung beinhaltet. Für diese Einmal-Variante schlägt Apple angeblich 20 US-Dollar vor. Zweite Möglichkeit: Die Konsumenten zahlen monatlich sieben bis acht Dollar, wobei nur ein Teil davon als Umsatzbeteiligung an die Plattenlabels ginge.

Apple würde damit dem Nokia Chart zeigen-Konzern folgen, der ein vergleichbares Angebot angekündigt hatte. Für jeden Handy-Käufer, der sich für das Angebot "Comes with Music" entscheidet, will das Mobilfunkunternehmen einen Pauschalbetrag von 80 Dollar im Jahr an die Musikkonzerte weitergeben.

Die Musikindustrie erhofft sich von solchen Modellen stabilere Umsätze, nachdem das massenhafte Musikkopieren ihr die Grundlage des Geschäftsmodells entzieht und die CD-Verkäufe schrumpfen. Apple könnte hingegen auf einen Schub für den Absatz der eigenen Geräte spekulieren.

manager-magazin.de mit Material von dpa

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