Von Andreas Schmitz
Alexander Peters nennt ihn schon den Verkäufermarkt. "IT-Spezialisten sind rar geworden - und sie können sich ihre Jobs selbst aussuchen", sagt der Forrester-Mann über den US-amerikanischen Markt. Nur 2 Prozent der Unternehmen planen derzeit Entlassungen von IT-Personal, 16 Prozent hingegen stocken auf.
Das ist das Ergebnis einer Befragung unter 1700 US-CIOs, die der IT-Personalberater Robert Half Technology Anfang des Jahres in Übersee gemacht hat. "In zwei bis drei Jahren haben wir das Problem in Europa - und damit auch in Deutschland", versichert Peters, der seit 20 Jahren mit europäischen CIOs zu tun hat. Und warum sollte es talentierte Manager auch in die IT ziehen? "Kosten sparen, Effizienz, Outsourcing - diese Themen beherrschten die Praxis in den Unternehmen Tag für Tag", konstatiert Peters. "Das ist nicht attraktiv für den Nachwuchs."
Die Unternehmen verstärken nicht einmal die Suche nach neuen Talenten, wie das International Executive Panel 2007 zum Thema "Bildung" des Personalberaters Egon Zehnder International ergab. Demnach gab nur die Hälfte der befragten Top-Führungskräfte aus Deutschland, Frankreich, Großbritannien und den USA an, es gelinge den Unternehmen, Führungskräfte mit Potenzial systematisch zu identifizieren und zu entwickeln.
Das sieht Kathrin Menges anders. Im Personalbereich des Konsumgüterkonzerns Henkel
ist sie für die Belange der IT und des IT-Managements zuständig, also für einen Bereich mit etwa 1000 internen wie externen Mitarbeitern, die ein Leistungsvolumen von etwa 300 Millionen Euro erwirtschaften.
Reale Übungen sehr wichtig
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