Von Matthias Kremp und Konrad Lischka
Gescheiterte Floppy-Nachfolger
Über Jahre war die Floppydisc das Standard-Speichermedium für Computer aller Art. Ständig versuchten Forscher noch ein wenig mehr Kapazität aus den flexiblen Kunststoffscheiben zu quetschen. Ihren Höhepunkt erreichte die Bit-Quetscherei, als die Computerfirmen Next und IBM 1991 begannen sogenannte ED-Laufwerke in ihre Computer einzubauen. Die sollten auf Disketten im damals üblichen 3,5-Zoll-Format 2880 Kilobyte unterbringen.
Dafür waren spezielle Laufwerke und Disketten notwendig. Den meisten Anwendern reichten damals aber schon die billigen HD-Disketten mit 1,44 Megabyte Kapazität. Für größere Datenmengen wurden schon damals eher Festplatten genutzt. Zudem stellte Iomega wenige Jahre später die Zip-Medien vor, auf denen bis zu 100 Megabyte Daten Platz fanden, mehr als genug für die meisten Anwender. Vor allem aber waren Zip-Medien und Laufwerke bald günstig zu bekommen, avancierten zum Standard-PC-Zubehör.
Diesem Trend hinterher hechelnd kamen Mitte der 90er Jahre in kurzer Folge die 120 Megabyte große Superdisc und Sonys 150 Megabyte HiFD auf den Markt. Beide wurden aber nur zu Randnotizen der Speichermediengeschichte, da sie sich gegen Iomegas Vorherrschaft nicht durchsetzen konnten. In diesem Fall hatte der Zip-Erfinder mit seinen Laufwerken einfach genau zur richtigen Zeit das richtige Produkt auf den Markt geworfen und binnen kürzester Zeit eine unanfechtbare und marktbeherrschende Stellung eingenommen.
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