Von Martin Kügler und Heiko Pobbig
Rund 250.000 Euro eingespart
Der Durchlauf einer Rechnung vom Eingang bis zur Banküberweisung konnte durchschnittlich um etwa vier Tage beschleunigt werden. Dies bringt natürlich enorme Vorteile mit sich, vor allem wenn es um die Realisierung von Skontobeträgen geht. Profitieren konnten außer dem Rechnungswesen auch die Fachabteilungen, da Rechnungen ebenso sachlich geprüft werden müssen. Zusätzlich bieten kaum wegzudiskutierende Kosten wie für Druck- und Kopiervorgänge sowie Archivierung ein enormes Potenzial. Und vor allem die Mitarbeiter zeigen sich sehr zufrieden, denn die lästige Papierablage auf dem Schreibtisch ist damit verschwunden.
Die initialen Kosten zur Einrichtung des Systems und Anpassung auf den Workflow in Höhe von rund 50.000 Euro waren derart gering, dass man ohne weiteres von einer Amortisationsdauer weniger Monate und damit einer budgetneutralen Investition sprechen kann. Stich abschließend: "Die einzige Hardwareanschaffung waren lediglich einige Monitore für Arbeitsplätze mit doppelten Bildschirm, damit man die Rechnungen nicht auf einer Diagonale von 15 Zoll betrachten muss."
Das Projekt hat also von Anfang an für Begeisterung gesorgt, zumal die ökologische Vorteilhaftigkeit ein zusätzlicher Motivationsfaktor war. Mit etwa 950.000 Seiten und rund 4,8 Tonnen weniger Papier pro Jahr spart dies Energie ein, mit der mehr als drei Haushalte für ein Jahr lang mit Strom versorgt werden könnten. Und ohne dabei die Auswirkungen der Photosynthese durch die für diese Papiermenge verwendeten Primärrohstoffe zu betrachten, ergibt dies unter Berücksichtigung des aktuellen Energiemix in Deutschland und aller damit verbundenen CO2-Emmissionen eine Einsparung von mindestens acht Tonnen pro Jahr.
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