Von Andreas Schaffry
5. Mehr Prozessautomatisierung
Unternehmen oder Behörden haben inzwischen viele Prozesse und Aufgaben mithilfe von Technologien für das Supply Chain Management sowie ERP-, CRM- oder HR-Systemen automatisiert.
Der nächste Schritt ist nun, dass diese Systeme auf der Basis von Web-Services-Standards miteinander verbunden werden und ein systemübergreifender Austausch von Daten und Informationen stattfindet. Daten wiederum lassen sich so beliebig miteinander kombinieren und eröffnen die Möglichkeit, auch andere Prozesse von der Bestandsführung bis zum Kundenservice zu automatisieren.
Durch Technologien wie die Radiofrequenztechnik (RFID) lassen sich zudem Produkte und Waren lückenlos verfolgen und überwachen. Die RFID-Informationen wiederum lassen sich in Logistik- und Produktionsprozesse einbinden, die im ERP-Backend abgebildet werden.
6. Produktion und Lieferprozesse trennen
Moderne Web- beziehungsweise servicebasierte Technologien ermöglichen es zudem, bislang festgefügte Verfahren auf der Basis monolithischer Backend-Anwendungen flexibler zu gestalten.
Bestimmte Prozesse und Prozessschritte können mithilfe von Webservices als wieder verwendbare Komponenten gekapselt und so auch Kunden und Geschäftspartnern zur Verfügung gestellt werden. Auf diese Weise lassen sich unternehmensübergreifende Abläufe einfach und zu überschaubaren Kosten aufbauen sowie rasch und flexibel an neue Marktanforderungen anpassen.
7. Informationen intelligent einsetzen
Wichtige Geschäftsdaten - also das Rohmaterial für neue Geschäftschancen - liegen beispielsweise noch häufig in unterschiedlichen Datentöpfen. Bevor sie analysiert werden können, müssen sie meist erst mühsam und zeitaufwendig zusammengetragen und aufbereitet werden. Und die Datenmengen wachsen exponential.
Das Management braucht künftig einen umfassenden Überblick über alle geschäftsrelevanten Daten vom Lagerbestand bis zu den Kundenaufträgen, um bessere Entscheidungen zu treffen. Große Datenmengen lassen sich beispielsweise mit modernen Analysetools über Anwendungen hinweg rasch sowie tagesaktuell auswerten, was diesen Prozess unterstützt.
8. Bessere Geschäfte machen
Diese Daten wiederum sind die Grundlage für detaillierte Kundenwertanalysen, etwa über Deckungsbeiträge oder den Lebenszyklus von Geschäftsbeziehungen, sowie für Verkaufsauswertungen einzelner Produktgruppen. So lassen sich neue Geschäftschancen schnell realisieren, aber auch Risiken frühzeitig erkennen.
Fazit der Unternehmensberater von McKinsey: Kreative Führungskräfte verfügen über ein breites Spektrum an technologischen Möglichkeiten, um ihre Geschäftsstrategien weiter zu verfeinern.
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