Von Anne Preissner
mm.de: Google
beherrscht mit seiner Suchmaschine das Internet. Was treibt den Konzern, mit Android auch noch eine eigene Handysoftware zu entwickeln und in den USA sogar Mobilfunklizenzen zu kaufen?
Miner: Weltweit werden jährlich nur 260 Millionen PCs verkauft, aber rund eine Milliarde Handys. In einigen Entwicklungsländern machen viele Menschen ihre ersten Erfahrungen mit dem Internet über ein Mobiltelefon.
In Ländern mit flächendeckendem Breitbandzugriff besitzt fast jeder ein Handy. Für manche dieser Handybesitzer ist das Angebot, über zusätzliche Suchdienste zu verfügen, praktisch und nützlich, für andere bedeutet es die Verbindung zum Rest der Welt, größere Bildungschancen und neue Perspektiven.
Was liegt also näher, als unsere Services auch mobil zugänglich zu machen? Schließlich ist es unsere Vision, die Informationen dieser Welt zu organisieren und jedermann zugänglich zu machen.
Nokia, Google und Co. ringen um die beste Startposition. Lesen Sie mehr über den erbittert geführten Kampf im aktuellen manager magazin 03/2008 ab Seite 86.
Miner: Zurzeit gibt es noch keinen komfortablen Zugang zum Netz, das erlauben die vorhandenen, meist proprietären Softwareplattformen nicht. Auch die Entwicklung mobiler Anwendungen geht viel zu langsam voran.
mm.de: Woran liegt das?
Miner: Als ich noch für den Mobilfunkbetreiber Orange
arbeitete und ein Handy ankündigte, das mit dem Betriebssystem Windows Mobile lief, entdeckten wir einen Softwarefehler. Wir wandten uns an den Gerätehersteller, doch der konnte das Problem nicht lösen, weil er keinen Zugang zum sogenannten Source Code hatte. Am Ende dauerte es ein Jahr, ehe das Problem gelöst werden konnte.
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