Analysten: "Hoher Aufschlag für kränkelnde Firma"
"Wir wissen alle, warum sie das machen", sagte Robert Breza von RBC Capital Markets. Ziel sei es, sich im Kampf gegen Google zu stärken. "Microsoft hat eine Kriegskasse voller Geld", sagte er. Jeden Monat komme eine weitere Milliarde Dollar hinzu. Auch strategisch sei der Kauf günstig, schon allein wegen der Anteile am Suchmaschinenmarkt. Dort führt Google mit großem Abstand vor den beiden anderen Firmen.
Colin Gillis von Canaccord Adams sprach ebenfalls von einem Manöver im Kampf Microsoft gegen Google. "Wer am meisten davon profitieren wird ist der Kunde - der Benutzer dieser Produkte."
Einige Analysten halten den Preis aber für zu hoch. Tim Smalls von Execution sagte: "Für ein kränkelndes Unternehmen ist der Aufschlag aus meiner Sicht exorbitant. Ich für meinen Teil sehe nicht, wie die Microsoft-Yahoo-Synergien sich gegen Google durchsetzen sollen."
Dagegen sprach Paul Mendelsohn von Windham Financial Services von einem sinnvollen Geschäft, weil Yahoo derzeit Schwierigkeiten habe, gegen Google zu bestehen.
Mit dem Zusammenschluss holen die beiden Unternehmen aber wieder gegen Google auf. "Spätestens ab 2009 bläst der Gegenwind Google stärker ins Gesicht", so Dresdner-Bank-Analyst Liskamm. Schon jetzt hat der Internetkonzern Problemen die Erwartungen der Analysten zu erfüllen, wie die Vorlage der jüngsten Quartalszahlen zeigt.
Die Aktien von Yahoo lagen bereits zu Jahresanfang nahe an einem Vier-Jahres-Tief. Im lukrativen Anzeigenmarkt ist der Konzern massiv hinter Google zurückgefallen. "Von Microsofts Seite ist das Timing gut", sagte Mendelsohn.
manager-magazin.de mit Material von dpa, ap und reuters
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