Donnerstag, 9. Februar 2012, 01:49 Uhr

manager magazin



28.01.2008
 

StudiVZ

FreundeVZ für Ex-Studenten

Nach StudiVZ und SchülerVZ plant das von Holtzbrinck teuer erworbene Netzwerk nun eine Art FreundeVZ, auf der sich alle bisher nicht angesprochenen Zielgruppen miteinander verknüpfen sollen. Damit will sich die Kontaktbörse für den Deutschland-Start von Facebook wappnen.

Frankfurt am Main – "Wir werden unsere VZ-Markenfamilie in dem Segment oberhalb von StudiVZ erweitern, sagte StudiVZ-Chef Marcus Riecke der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" (Montagsausgabe). Die neue Marke richte sich an alle Freunde der StudiVZ-Nutzer, die nicht mehr studieren oder gar nicht studiert haben.

Holtzbrinck-Portal StudiVZ: Neue Plattform, neue Software, offen für Entwickler

Holtzbrinck-Portal StudiVZ: Neue Plattform, neue Software, offen für Entwickler

Das Netzwerk will sich damit gegen den Deutschland-Start von Facebook wappnen, dem amerikanischen Vorbild von StudiVZ. Die deutsche Version der weltweit 60 Millionen Mitglieder zählenden Kontaktplattform soll in den kommenden Wochen starten und StudiVZ Marktanteile abringen. Bisher zählt Facebook in Deutschland nur 600.000 Mitglieder, StudiVZ kommt dagegen auf 4,8 Millionen Nutzer.

Mit Microsoft Chart zeigen, den Samwer-Brüdern und dem chinesischen Milliardär Li Ka Shing im Rücken hat Facebook jedoch großes Potenzial, das Blatt in Deutschland zu seinen Gunsten zu verändern. Alle drei Parteien sind im vergangenen Jahr als Investoren bei der Kontaktplattform eingestiegen.

Das neue Netzwerk für Nicht-Studenten und Nicht-Schüler ist aber nicht das einzige, was StudiVZ plant. Im ersten Quartal soll eine neue Software zum Einsatz kommen, die größere Offenheit nach außen und mehr Schutz nach innen verspricht. Das Unternehmen will sich zudem für externe Entwickler öffnen – ein Schachzug, der Facebook einen riesigen Nutzeransturm beschert hat.

Des Weiteren will sich der Firmenchef vorwiegend auf Deutschland konzentrieren, was faktisch einen Stopp der internationalen Expansion bedeutet. Bis Ende des Jahres will Riecke so auf 14 Millionen Mitglieder kommen und den Umsatz mindestens verdreifachen.

manager-magazin.de

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