Von Konrad Lischka und Matthias Kremp, Las Vegas
Sharp setzt aufs Stromnetz
Auf das Thema Internet hat sich auch die Konkurrenz von Sharp
verlegt. Deren neueste Aquos-Fernseher sind ebenfalls vernetzbar. Damit man dafür weder neue Kabel verlegen noch ein kompliziertes Drahtlosnetzwerk aufbauen muss, bietet Sharp hierfür sogenannte Powerline-Adapter an, die eine Vernetzung über vorhandene Steckdosen und Stromkabel ermöglichen. Da Sharp sich dabei an den sogenannten HomePlugAV-Standard hält, sollte diese Lösung auch mit Systemen anderer Hersteller kombinierbar sein.
Die Nutzungsmöglichkeiten des Webzugangs sind aber auch bei Sharp eingeschränkt. Zum Verkaufsstart sollen die internettauglichen Geräte vier Widgets mit auf dem Weg bekommen. Deren Spektrum ist wenig überraschend: Wetter, Börsenkurse, Comics und eine Bildersammlung können abgerufen werden.
Sharp nutzt die Internetverbindung aber auch in anderer Richtung. So können Techniker bei Problemen via Web auf den Fernseher zugreifen und den Fehler suchen. Schnelleren, besseren Service verspricht der Hersteller damit. Kosten soll der Dienst nichts. Die Fernseher selbst muss man dagegen teuer bezahlen: Zwischen 3200 und 11.000 Dollar verlangt Sharp für die Luxusmodelle.
Doch damit sind sie die absolute Ausnahme. Fast die Hälfte der Käufer nimmt nämlich nicht die teuren Edelmodelle, sondern die Billiggeräte für unter 1000 Dollar aus dem Laden mit nach Hause. Doch das sind eben eher Butter-und-Brot-Geräte, die längst nicht so umfangreich und modern ausgestattet sind wie jene TV-Boliden, mit denen die Hersteller hier in Las Vegas protzen.
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