Donnerstag, 9. Februar 2012, 19:58 Uhr

manager magazin



07.01.2008
 

Suchmaschine

Wikia Search geht online

Seit heute ist eine vorläufige Version von Jimmy Wales neuer Mitmach-Suchmaschine Wikia Search online. Der Wikipedia-Gründer will nach dem Vorbild des Weblexikons nun auch die Suche im Internet revolutionieren. Der Datenbestand ist zunächst allerdings ziemlich mickrig - wie auch der Gründer selbst einräumt.

New York - Wikipedia-Gründer Jimmy Wales hat am Montag seine offene Suchmaschine Wikia Search online geschaltet. Wie beim Onlinelexikon Wikipedia setzen die Wikia-Betreiber auf die Mitarbeit der Nutzer. Diese sollen Suchergebnisse bewerten und ergänzen.

Angriff des Google-Killers: Wikia Search will die Suche transparenter machen
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Angriff des Google-Killers: Wikia Search will die Suche transparenter machen

"Das größte Problem konventioneller Suchmaschinen liegt darin, dass sie undurchsichtig und in sich geschlossen sind", erklärte Wales vor Kurzem im Gespräch mit manager-magazin.de. Google sei eine Black Box. "Keiner weiß, und es gibt auch keinen Weg herauszufinden, warum ein Treffer vor dem anderen auftaucht. Das wollen wir ändern", erläutert der Wikipedia-Gründer.

Als Beispiel für die Mitarbeit nannte Wales, wenn etwa mehrere Surfer eine Seite als Spam (Müll) markierten, erscheine diese nicht mehr in den Ergebnislisten. Zudem handelt es sich bei Wikia um eine Open-Source-Software. Der Quellcode ist - anders als etwa bei Google Chart zeigen - frei verfügbar. Somit können Nutzer mit Programmierkenntnissen nachvollziehen, wie die Suchergebnisse zustande kommen und die Software selbst weiterentwickeln.

Wikia Search soll Geld einbringen

Wales betonte, dass es sich bislang um eine vorläufige Version handle, die nur 50 bis 100 Millionen Internetseiten durchsuche. Das ist ein Bruchteil des Datenbestandes der Konkurrenten Google, Yahoo Chart zeigen oder MSN von Microsoft Chart zeigen.

Anders als Wikipedia ist die Suchmaschine aber wie die Konkurrenzprodukte ein kommerzielles Projekt. Betreiber ist die Firma Wikia.com, die Wales 2004 gründete. Die Suchmaschine soll sich über Werbung finanzieren, an der die freiwilligen Mitarbeiter jedoch nicht beteiligt werden sollen.

Der Suchmaschinenbetreiber Google hatte im Dezember angekündigt, eine neue Wissensdatenbank mit dem Namen "Knol" zu testen, in direkter Konkurrenz zu Wikipedia.

manager-magazin.de mit Material von dpa

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