19.12.2007
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SAP-Upgrade

Sprung ins Ungewisse

Von Riem Sarsam

2. Teil: Höhepunkt verschiebt sich auf 2009

Höhepunkt verschiebt sich auf 2009

"Wir glauben nicht, dass es zu einer Knappheit kommen wird", sagt auch Klaus Holzhauser, Managing Consultant bei PAC. Weniger jedoch, weil die Dienstleister sich entsprechend positioniert haben, sondern weil die technischen Voraussetzungen für den Umstieg auf 6.0 besser geworden sind.

Heterogener Markt: SAP hat unter den IT-Dienstleistern die Nase vorn
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Heterogener Markt: SAP hat unter den IT-Dienstleistern die Nase vorn

Dass die Preise für SAP-Dienstleistungen dennoch steigen, hält er nicht für alarmierend. "Das Upgrade besteht zu einem beträchtlichen Teil aus Commodity Services", so Holzhauser, "wenn die Unternehmen akzeptieren, dass viele Leistungen in Niedriglohnländer ausgelagert werden, können sie die steigenden Preise damit kompensieren." Gerade bei einem rein technischen Upgrade können viele Standardaufgaben gut und gerne von indischen oder tschechischen Fachkräften gemacht werden.

Holzhauser hat gerade eine Marktanalyse unter Service Providern und Anwendern abgeschlossen. Darin bestätigt sich, dass der befürchtete Ansturm in diesem und im nächsten Jahr ausbleiben wird. Die Aktionen der Unternehmen verteilen sich auf einen längeren Zeitraum, die Welle wird ihren Höhepunkt wohl erst im Jahr 2009 erreichen, sowohl beim Marktvolumen als auch bei der Zahl der Upgrade-Projekte.

Für SAP wird damit die Taktik aufgegangen sein, die Kunden zum Aufbruch in die neue ERP-Welt zu bewegen. Dass es dazu einiger "Hilfe" bedurfte, steht außer Frage. In diesem Fall war es die restriktive Wartungspolitik des Konzerns, die ein Ende der Standardwartung von R/3 bis spätestens 2010 vorsah und damit die Kunden unter Zugzwang setzte.

Auch wenn man dies in Walldorf anders sieht: "Wir zwingen niemanden", hält SAP-Manager Dosch dagegen. "Unsere Kunden, die upgraden, überprüfen ganz genau, welchen Wert eine Erneuerung ihrer ERP-Systeme mit sich bringt. Und sie rechnen auch den Return on Investment eines Upgrades aus. Da sind die Wartungsgebühren sicher ein Teil dieser Rechnung." Allerdings spielten Einsparpotenziale von Kosten, Umsatz- und Gewinnoptimierung von Prozessen, die durch ERP 6.0 möglich werden, eine größere Rolle.

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