Von Mirjam Hecking
Ein Stück vom Kuchen
Anders als beim gemeinnützigen Wikipedia, das mittlerweile auf einen Wert von mehreren hundert Millionen Dollar taxiert wird, will Wales diesmal auch sein Stück vom Kuchen abhaben. Das Ganze soll langfristig Geld bringen. Schließlich ist die Internetsuche – zumindest für die Großen wie Google
– äußerst lukrativ. Mit Wikipedia hat Wikia Search daher eigentlich nichts zu tun, sondern läuft über Wales profitorientiertes Unternehmen Wikia.
Wie bei anderen Suchmaschinen auch sollen die Erlöse durch die klassische Werbung erzielt werden. Sorgen, dass die Gemeinde sich ausgenützt fühlen könnte, wenn Wikia mit ihren freiwilligen Beiträgen ordentlich Kohle macht, hat Wales nach eigenen Worten nicht. Er setzt - wie auch schon bei Wikipedia – auf den Spaßfaktor.
Bis auch eine deutsche Version der Suchmaschine online geht, wird es wohl nicht mehr allzu lange dauern. Schließlich, so Wales im Gespräch mit manager-magazin.de, sollen anderssprachige Versionen der Suchmaschine zügig folgen. Und mit mehr als 674.000 Artikeln ist Wikipedia-Deutschland schon jetzt die weltweite Nummer zwei hinter der englischen. Offenbar, so Wales, sind die Deutschen "ziemlich sendungsbewusst".
Dass die Community ein Multimilliarden-Unternehmen schlagen kann, ist für Wales so gut wie klar. "Naja, zumindest hoffe ich es. Der Versuch wird sicherlich Spaß machen."
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