Von Matthias Kaufmann und Anja Tiedge
Fehler? Jaha: Die Serie war zwar erfolgreich, dennoch wurde am Budget geknapst, wo es nur geht. Und das sieht man. In praktisch jeder Einstellung.
"Sprittwoch" belegt das mit Szenenfotos und mit Kommentaren, die an Häme nichts vermissen lassen. Da ist zum Beispiel das Stunt-Double von Hasselhoff, ein korpulenter Mittvierziger, der von den Autoren liebevoll "Bums-Bums" genannt wird. Ein Gutteil der Stunts der Serie wird mit Modellen nachgespielt, was der Action oft einen gewissen Playmobil-Charme verleiht. Und schließlich hagelt es Anschlussfehler, etwa wenn sich innerhalb einer Szene, von einem Schnitt zum anderen, das Armaturenbrett von K.I.T.T. umbaut.
Dabei kann man eine Menge entdecken, zum Beispiel, warum in US-Actionfilmen Autos nie einfach nur ineinander krachen, sondern gern das eine über die Kante des anderen fliegt und sich anschließend überschlägt. Kostprobe: "Sind US-Autos irgendwie spitzer, schanzenartiger gebaut? Nein. Bild 1 zeigt deutlich die oberen Kanten der Flughilfen über dem Dach des stehenden Autos und über dem aufgetürmten Misthaufen. In Bild 2 präsentiert sich dann noch der komplette Unterbau einer solchen Rampe."
Dazu kann man sich bequem durch zahlreiche Screenshots klicken. Welchen Spaß zum Beispiel die Einzelbildanalyse eines Crashs macht, lässt ein Satz wie dieser erahnen: "Die Metallwände des Trucks werden in der Mitte durch einfache Planen abgelöst, damit K.I.T.T. leichter durchfliegen kann. Praktischerweise hat der Truck auch nur Pappkartons mit Popcorn geladen."
Jedes Szenenfoto demonstriert, wie billig das gemacht ist. Fans als auch Spötter der Serie können hier eine geradezu kindliche Entdeckerfreude an den Tag legen. Fast wie am Weihnachtsabend.
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