Welche Idee steckt hinter dem CTI?
Die Theorie des öffentlichen Vertrauens, auf der der CTI basiert, wurde 1994 von Günter Bentele erstmals publiziert und seitdem in vielen empirischen Studien weiterentwickelt. Ausgehend von der Annahme, dass in den heutigen Informations- und Mediengesellschaften der weitaus größte Anteil von Informationen über die Medien vermittelt und dies eine wichtige Basis der Meinungsbildung ist, identifiziert Bentele sieben Vertrauensfaktoren. Diese werden durch die Medien verbreitet und können das Vertrauen der Rezipienten in öffentlich agierende Unternehmen oder Institutionen fördern oder beschädigen.
Von welchen Vertrauensfaktoren ist die Rede? Wie passen die zu den Vertrauensdimensionen?
Die beiden Vertrauensfaktoren Fach- und Problemlösungskompetenz zeigen, inwieweit fach- oder branchenspezifische Kompetenzen angesprochen werden bzw. wie gut es dem Unternehmen gelingt, Probleme im eigenen Unternehmen oder in den eigenen Geschäftsfeldern zu lösen.
Die ethisch-normative Dimension unternehmerischen Handelns wird durch die zwei Vertrauensfaktoren Ethisches Verhalten und Verantwortungsbewusstsein dargestellt. Diese oft negativ thematisierten Vertrauensfaktoren werden zum Beispiel bei Korruptionsskandalen oder verantwortungslosem Handeln gegenüber Mitarbeitern, Kunden oder der Umwelt relevant.
Über die kommunikative Vertrauensdimension schließlich werden Aussagen über die sozialen und kommunikativen Kompetenzen von Unternehmen oder deren Managern erfasst. Hierbei kommen sowohl Eigenschaften und Verhaltensweisen in Betracht, mit denen das Unternehmen als Ganzes beschrieben wird, als auch Charakterzuschreibungen für einzelne Personen wie etwa Vorstände.
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