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3. Teil: Häufig gestellte Fragen: Bedeutung der Vertrauensdimensionen

Welche Idee steckt hinter dem CTI?

  Ansgar Zerfaß , Professor für Kommunikations-Management in Politik und Wirtschaft an der Universität Leipzig
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Uni Leipzig

Ansgar Zerfaß, Professor für Kommunikations-Management in Politik und Wirtschaft an der Universität Leipzig

Die Theorie des öffentlichen Vertrauens, auf der der CTI basiert, wurde 1994 von Günter Bentele erstmals publiziert und seitdem in vielen empirischen Studien weiterentwickelt. Ausgehend von der Annahme, dass in den heutigen Informations- und Mediengesellschaften der weitaus größte Anteil von Informationen über die Medien vermittelt und dies eine wichtige Basis der Meinungsbildung ist, identifiziert Bentele sieben Vertrauensfaktoren. Diese werden durch die Medien verbreitet und können das Vertrauen der Rezipienten in öffentlich agierende Unternehmen oder Institutionen fördern oder beschädigen.

Von welchen Vertrauensfaktoren ist die Rede? Wie passen die zu den Vertrauensdimensionen?

  • Fachspezifische Vertrauensdimension: Fachkompetenz und Problemlösungskompetenz als Vertrauensfaktoren
  • Ethische Vertrauensdimension: Ethisches Verhalten und Verantwortungsbewusstsein als Vertrauensfaktoren
  • Kommunikative Vertrauensdimension: Kommunikationsverhalten, soziales Verhalten und Charakter als Vertrauensfaktoren
Was ist mit den einzelnen Vertrauensfaktoren gemeint?

Die beiden Vertrauensfaktoren Fach- und Problemlösungskompetenz zeigen, inwieweit fach- oder branchenspezifische Kompetenzen angesprochen werden bzw. wie gut es dem Unternehmen gelingt, Probleme im eigenen Unternehmen oder in den eigenen Geschäftsfeldern zu lösen.

Die ethisch-normative Dimension unternehmerischen Handelns wird durch die zwei Vertrauensfaktoren Ethisches Verhalten und Verantwortungsbewusstsein dargestellt. Diese oft negativ thematisierten Vertrauensfaktoren werden zum Beispiel bei Korruptionsskandalen oder verantwortungslosem Handeln gegenüber Mitarbeitern, Kunden oder der Umwelt relevant.

Über die kommunikative Vertrauensdimension schließlich werden Aussagen über die sozialen und kommunikativen Kompetenzen von Unternehmen oder deren Managern erfasst. Hierbei kommen sowohl Eigenschaften und Verhaltensweisen in Betracht, mit denen das Unternehmen als Ganzes beschrieben wird, als auch Charakterzuschreibungen für einzelne Personen wie etwa Vorstände.

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