05.11.2007
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Die Gefahr aus dem Netz

Von Lothar Lochmaier

Für ein Unternehmen ist nichts so wichtig wie sein guter Ruf. Gerade im Internet lauern Gefahren, die das Image einer Firma innerhalb von wenigen Stunden ruinieren können. manager-magazin.de sagt, wie IT-Manager ihren Betrieb gegen die zunehmenden Bedrohungen aus dem Internet schützen können.

Hamburg - Mit der zunehmenden Verbreitung von Internetanwendungen stehen auch der Ruf und das Image von Unternehmen auf dem Spiel. Im kommenden Jahr werden diese Anwendungen laut einer Studie des Marktforschungsunternehmens Gartner zur Nummer eins für die Verbreitung von schädlicher Software (Malware) in Betrieben aufsteigen. Die Sicherheit des Unternehmens im World Wide Web sei zum entscheidenden Faktor geworden, so die Auguren.

Erheblicher Imageschaden: Wenn in einem Unternehmen Kundendaten gestohlen werden, ist der gute Ruf stark beschädigt
[M] DPA

Erheblicher Imageschaden: Wenn in einem Unternehmen Kundendaten gestohlen werden, ist der gute Ruf stark beschädigt

Sicherheitsspezialisten wie Ironport oder Trend Micro haben deshalb bereits Lösungen für das Reputationsmanagement in ihr Portfolio integriert, das auf einen besseren Schutz gegen webbasierte Bedrohungen wie URLs und Applikationen abzielt. Was vor allem zählt, ist eine rasche Reaktionszeit, um die Eindringlinge möglichst schon an der Eingangstüre ins Unternehmen abzufangen.

Denn die Gefahren über Zero-Day-Attacken via Internet, die den reibungslosen Geschäftsablauf von Unternehmen auf einen Schlag tangieren, nehmen weiter zu. Eine Studie des amerikanischen Ponemon Institutes im Auftrag von Microsoft Chart zeigen verdeutlicht jedoch, dass Unternehmen nur schwerlich eine wirksame Abwehrphalanx aufbauen können.

Dies vor allem deshalb, weil sie intern die Verantwortlichkeiten rund um Sicherheit, Datenschutz und Marketing kaum unter einen Hut bringen. Demnach gehen 78 Prozent der Sicherheitsverantwortlichen davon aus, dass ihre Marketingkollegen sie aktiv ansprechen, bevor sie persönliche Informationen sammeln oder nutzen.

Mangelhafte Kommunikation

Aber nur ein knappes Drittel der Marketingmanager informiert die anderen Bereiche. Intransparente Abläufe und fehlende Informationen fordern deshalb Sicherheitslücken geradezu heraus. Gleichzeitig bekräftigen mehr als 65 Prozent der Befragten, "der Erhalt und die Verbesserung des Rufs des Unternehmens“ sei einer der wichtigsten Businesstreiber für den Datenschutz.

Infolgedessen signalisieren zwar alle verantwortlichen Abteilungen unisono Zustimmung darüber, dass Diebstahl oder der Verlust von Kundendaten einen schädlichen Einfluss auf den Markenwert und den Ruf der Organisation haben. Die ausgebrochene Harmonie hält jedoch nicht lange vor.

Denn diese Erkenntnis bleibt meist folgenlos, weil sie nicht zu einer effizienteren Kommunikation zwischen den Sicherheits-, Datenschutz- und Marketingabteilungen führt, um konkrete Gefahren abzuwenden. Eine konsistente Strategie, um die vielfältigen Gefahren aus der Tiefe des World Wide Web abzuwehren, fehlt bei kleineren Unternehmen aufgrund mangelnder personeller Ressourcen und finanzieller Mittel ohnehin fast komplett.

Aber auch größere Unternehmen bieten unzählige Schlupflöcher. Nach Auffassung von Raimund Genes, CTO (Chief Technical Officer) Antimalware beim Sicherheitsspezialisten Trend Micro, bildet ein systematisches Reputationsmanagement deshalb eine der zentralen Koordinaten für den Geschäftserfolg von Unternehmen im 21. Jahrhundert. "Web Reputation ist aber nur ein Teilaspekt von dem, was tatsächlich getan werden muss", glaubt Genes.

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