Von Susanne Schulz, Stockholm
Das TCO-Gütesiegel
Inzwischen kleben TCO-Label nicht nur auf Bildschirmen, sondern auch auf Desktoprechnern, Notebooks, Mobilfunkgeräten und sogar Möbeln. Getestet werden neben der Energieeffizienz, die Emission von elektromagnetischer Strahlung, Brandsicherheit, ergonomische Aspekte wie Bildqualität und ökologische Aspekte wie verwendete Materialien.
Gerätehersteller müssen sich um eine Siegel-Lizenz bei TCO Development, einer 100-prozentigen Tochter der TCO, bewerben. Das Label wird für einzelne Gerätmodelle vergeben, die vorher auf alle Kriterien hin von einem unabhängigen Labor geprüft werden. Das TCO-Label gibt es seit 1992 in immer wieder aktualisierten Versionen. Das neueste ist für Medienbildschirme und stammt aus dem Jahr 2006. "Vor allem Bildschirmhersteller bewerben sich gerne für das TCO-Siegel, weil es so bekannt ist", sagt Mordziol vom Umweltbundesamt.
Der ECO-Kreis
Das Prüfzeichen für Informationstechnik wurde vom TÜV Rheinland ins Leben gerufen. Vergeben wird das Siegel inzwischen von der TÜV Rheinland Product Safety GmbH, die über eigene Prüflaboratorien verfügt. Die Prüfkriterien orientieren sich an der ISO-Norm und den Bestimmungen der EU.
Getestet werden die Geräte auf Geräuschbelästigung, Bildqualität, Bedienbarkeit, eine ressourcenschonende Herstellung sowie die Recyclebarkeit des Geräts. Der ECO-Kreis ist für Produkte bestimmt, die international vertrieben werden. Geräte, die das Prüfzeichen erhalten haben, erfüllen ebenfalls die Voraussetzungen für das Umweltzeichen der Europäischen Union.
Der Blaue Engel
Das Zeichen gibt es für Computer, Drucker, Bildschirme, Toner und ähnliche Geräte. Getestet werden die Umweltverträglichkeit der Materialien, der Stromverbrauch, ergonomische Gesichtspunkte und Verbrauchergarantien.
Der Blaue Engel wird von der RAL, dem Deutschen Institut für Gütesicherung und Kennzeichnung, vergeben. RAL steht für "Reichsausschuss für Lieferbedingungen" und stammt noch aus dem Gründungsjahr der Institution 1925. Die Organisation prüft auch die Einhaltung der Kriterien - allerdings ohne selbst Prüflaboratorien zu beauftragen.
Beispielsweise werden in Bezug auf die Stromersparnis bei Computern die Angaben des Herstellers lediglich auf Plausibilität geprüft. Einzelne andere Kriterien, wie Lärmbelästigung, müssen PC-Hersteller jedoch von einem akkreditierten Labor testen lassen. Die Wiederverwertbarkeit und Umweltverträglichkeit des Geräts wird teils durch Erklärung des Herstellers, teils durch Bestätigung der Materiallieferanten erbracht.
Das Zeichen darf vom Hersteller nur zeitlich befristet verwendet werden. Die Vergabegrundlagen legt die Jury "Umweltzeichen" in Zusammenarbeit mit dem Bundesumweltministerium fest.
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