Essen - Vorstandschef Thomas Middelhoff gibt in den Karstadt-Kaufhäusern nach den Buchabteilungen möglicherweise auch die Multimedia-Abteilungen in fremde Hände. DER SPIEGEL berichtete am Samstag vorab, dass die Berliner Computerhandelskette Gravis den Verkauf von PC und Zubehör in den Karstadt-Häusern übernehmen solle.
Ein Sprecher des KarstadtQuelle-Mutterhauses Arcandor
DER SPIEGEL berichtete unter Berufung auf Branchenkenner, dass beide Firmen in der vergangenen Woche eine Grundsatzvereinbarung unterschrieben hätten, die eine halbjährige Testphase in drei Karstadt-Filialen vorsehe. Danach solle das Konzept auf alle rund 90 Verkaufsstätten ausgedehnt werden.
Die Zusammenarbeit sei für beide Seiten kritisch. Mit rund 450 Millionen Euro Jahresumsatz trage die Produktgruppe Multimedia immer noch fast 10 Prozent zum Karstadt-Umsatz bei. Die Gravis-Kette, die in ihren 28 Filialen fast ausschließlich Apple-Produkte und -Zubehör verkaufe, müsse ihr Sortiment neu ausrichten. Bei Karstadt solle Gravis vor allem Produkte für die Windows-Welt verkaufen.
manager-magazin.de mit Material von dpa
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