08.10.2007
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Grüne IT

Cisco und das schlechte Gewissen

Von Alexandra Knape

3. Teil: Per Video rund um die Welt

Per Video rund um die Welt

mm.de: Cisco hat ein eigenes Videokonferenzsystem im Portfolio, darüber hinaus haben Sie Anfang dieses Jahres die Firma Web-Ex für 3,2 Milliarden Dollar gekauft, die ebenfalls Funktionen für Videokonferenzsysteme bietet. Kein Wunder, dass sie sich nun für diese Technik einsetzen. Wie halten Sie es in der eigenen Firma, reisen Sie tatsächlich weniger?

Rechnung aufgemacht: Jeder Nutzer hinterlässt einen sogenannten CO-Fußabdruck, wenn er im Netz surft. Damit ist der Stromverbrauch beim Klicken im Netz gemeint
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Rechnung aufgemacht: Jeder Nutzer hinterlässt einen sogenannten CO-Fußabdruck, wenn er im Netz surft. Damit ist der Stromverbrauch beim Klicken im Netz gemeint

Ganser: Unsere Reisekosten haben wir vor allem durch den Einsatz von Videokonferenzen reduziert. Wir wollen dadurch die Reisekosten um 20 Prozent senken. Das vermindert natürlich auch den CO2-Ausstoß bei Geschäftsreisen.

mm.de: Wie grün ist Cisco ansonsten?

Ganser: Alle neuen Produkte werden von uns unter dem grünen Gedanken entwickelt. Natürlich wollen wir Vorreiter sein, denn nichts ist unglaubwürdiger, als wenn man etwas verkauft, zu dem man selbst nicht steht. Es geht aber nicht nur um einzelne Produkte, sondern um die gesamte Netzwerkinfrastruktur. Das Netzwerk ist die Plattform, die zu mehr Energieeffizienz beiträgt.

mm.de: Wie lange wird es Ihrer Meinung noch dauern, bis sich grüne IT in Unternehmen flächendeckend durchgesetzt hat?

Ganser: Das wird ein längerfristiger Prozess sein, denn erst wenn die alten IT-Infrastrukturen abgeschrieben sind beziehungsweise erneuert werden müssen, überlegen sich Unternehmen, was sie sich anschaffen. Und dann spielt grüne IT unter dem Kosten-Nutzen-Aspekt natürlich eine Rolle. Ich erwarte, dass das Interesse in den nächsten zehn bis zwölf Monaten deutlich steigt.

mm.de: Gilt diese Beobachtung auch für die normalen Verbraucher?

Ganser: Im Prinzip ja, denn tatsächlich ist das Thema Umwelt speziell im Bereich IT bei den Konsumenten bisher nicht angekommen. Auch hier regiert vorrangig der Preis. Dennoch stehen wir vor einer spannenden Entwicklung, da wir auch im privaten Bereich vor einer Konsolidierung der Heim-IT stehen. In der nächsten Zeit wird sich entscheiden, welche Architektur und welche Endgeräte benötigt werden.

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