Von Tino Böhler
Doppelter Nutzen
Der größte Nutzen der EPM-Lösung war für die Schweizer von Anfang an sichtbar: Ohne eine projektübergreifende Planung hätte das Unternehmen mittel- und kurzfristig auf verlorenem Posten gestanden. "Weiter haben wir mit der Ressourcenplanung ein ganz starkes Managementinstrument für unser Entwicklungsgeschäft, mit der wir auf Knopfdruck die Auslastung der einzelnen Mitarbeiter in allen Projekten einsehen können", so Andreas Zipp, Chief Technology Officer und Mitglied der Geschäftsleitung.
Im Bereich Multimedia Solutions von T-Systems ist das Projektmanagementsystem im Berichtswesen eine feste Größe geworden. Das Unternehmen hat ein stringentes Review-System, innerhalb dessen wöchentlich Berichte und 14-tägig auch sogenannte Berichte aus dem Auftrags- und Angebotsmanagement erstellt werden. Dazu kommen quartalsweise alle Geschäftseinheiten auf den Prüfstand. Dieses komplexe Reporting basiert unter anderem auch auf Aussagen und Informationen aus Clarity. Die EPM-Lösung setzt man heute auch für das Management interner IT-Projekte ein.
So hat der Internet- und Multimediadienstleister einen doppelten Nutzen von der Software: einen Nutzen extern in Richtung der Kunden, und einen intern für die eigenen (IT-)Projekte. Und was die Bereiche Total Cost of Ownership und Return of Invest betreffen, so hält T-Systems-COO Schönefeld fest: "Dank des Ressourcenmanagements haben wir eine bessere Auslastung der Kapazitäten. Dazu kommen die Zeiteinsparung durch automatisches Reporting und damit ein stärkerer Fokus auf das Kerngeschäft der Projektarbeit, bessere Abrechnungsmöglichkeiten der erbrachten Leistungen und eine Risiko- beziehungsweise Verlustrisikominimierung. Speziell ausufernde, nicht rentable Projekte können mit Clarity frühzeitig identifiziert und analysiert beziehungsweise in Zukunft ganz vermieden werden."
Die Integration von Projektmanagementwerkzeugen in das betriebliche Anwendungsportfolio wird weitergehen. Die Anforderungen projektorientierter Unternehmungen stellen dabei weiterhin eine Besonderheit dar, da wesentliche Merkmale führender Systeme wie etwa Enterprise Resource Planning in Kombination mit EPM abgebildet werden müssen. Methoden zum Projektportolio- und Programmmanagement, Earned-Value-Planungen und -Analysen werden verstärkt ihre Anwendung auch in Dienstleistungsbereichen finden. Besondere Beachtung ist der Entwicklung webbasierter interaktiver Feinplanungswerkzeuge zu geben, die die neuen Möglichkeiten der Web-2.0-Technologien gezielt ausnutzen und damit zunehmend in Konkurrenz zu den etablierten "Fat–Clients" treten werden.
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