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23.08.2007
 

Projekte

Nicht aus dem Ruder laufen

Von Tino Böhler

Projekte nehmen einen immer größeren Anteil im Tagesgeschäft von Unternehmen ein. Um dabei den Überblick nicht zu verlieren, lohnt sich die Anschaffung einer Projektmanagementlösung. Die Software hilft, Probleme bei der Durchführung von Projekten frühzeitig zu erkennen und damit Zeit und Geld zu sparen.

In Industrieunternehmen werden bis zu 30 Prozent der Kosten durch Projekte verursacht, Tendenz steigend. Noch höher ist der Anteil in Unternehmen, die ihre Wertschöpfung hauptsächlich aus Projektaufträgen generieren wie etwa Ingenieurbüros und IT-Dienstleister.

Alles im Griff: EPM ermöglicht frühzeitiges Gegensteuern, falls Projekte aus dem Ruder laufen
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Alles im Griff: EPM ermöglicht frühzeitiges Gegensteuern, falls Projekte aus dem Ruder laufen

Das wirtschaftliche Potenzial aus der Verbesserung der Projektprozesse wird von Experten zwischen 25 und 40 Prozent eingeschätzt. Während Industrie und Handel in den letzten zwei Jahrzehnten ihre Routineprozesse gestrafft und so die Wettbewerbsfähigkeit gesichert haben, sind die Projektprozesse und die Abläufe in vielen Dienstleistungsunternehmen noch nicht so weit. Hier muss das obere Management die Verantwortung übernehmen und die Implementierung einer Projektmanagementlösung als Chance für die Prozessverbesserung und den Aufbau eines integrierten Geschäftsmodells verstehen.

"Gescheiterte IT-Projekte sind leider nicht die Ausnahme", weiß Claus Oetter vom Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbauer (VDMA), Fachverband Software. Allerdings liege das in der Regel nicht so sehr an der Technik, sondern vielmehr an den notwendigen organisatorischen Veränderungen sowie an den Projekt- und Teamprozessen. Daher bietet der VDMA seinen Mitgliedern umfassende Unterstützung in Form von Leitfäden, Erfahrungsaustauschen und Seminaren. Wurden in der Industrie in den letzten zwei Jahrzehnten zwar die Routineprozesse gestrafft und so die Wettbewerbsfähigkeit gesichert, so sind die Projektprozesse und auch die Abläufe in vielen projektorientierten Organisationen noch lange nicht so weit.

Dieser Gastbeitrag ist im Fachmagazin "IT-Director", Heft 6/2007, erschienen

Dieser Gastbeitrag ist im Fachmagazin "IT-Director", Heft 6/2007, erschienen

Anders etwa beim Dresdner Geschäftsbereich Multimedia Solutions von T-Systems, einem Internet- und Multimediaunternehmen mit heute über 500 Mitarbeitern. Um in Zukunft erfolgreich bestehen zu können und um der eigenen Wachstumsstrategie gerecht zu werden, hat sich der Internet- und Multimediadienstleister Anfang 2005 für die Projekt- und Portfolio-Managementlösung Clarity des Softwarekonzerns CA entschieden. Die Auswahl und die Implementierung des neuen EPM-Systems (Enterprise Project Management) wurden vom IT-Dienstleister Communardo Software sowie vom Tübinger Softwarehaus It-Design vorbereitet und realisiert.

Ist also der Einsatz entsprechender Instrumente zur Projektsteuerung die Lösung des Problems schlechthin? "Nein", meint Heinz-Paul Bonn, Vizepräsident des Branchenverbands Bitkom. "Denn was man im Projekt falsch machen kann, kann man auch toolgestützt falsch machen, nur 'effizienter'", so Bonn weiter. Natürlich würden entsprechende Werkzeuge zur Überwachung von Ressourcen wie Zeit, Personal und Geld helfen. Und natürlich sei es für Projektmanager hilfreich, wenn sie in komplexen Projekten die Abhängigkeiten von Gewerken in einem Chart grafisch aufbereitet überschauen könnten. "Aber es gibt keine Werkzeuge zur Festlegung von vernünftigen Zielsetzungen, außer dem gesunden Menschenverstand", meint der Bitkom-Vizepräsident. "Tools unterstützen Kreativität, ersetzen sie aber nicht."

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