Von Simon Hage
Hamburg - Die Kampfansage war unmissverständlich. Noch sei Xing
, das Business-Kontaktnetzwerk mit Sitz in Hamburg, die klare Nr. 1 in Deutschland - doch schon bald werde der große Konkurrent aus den USA expandieren. "Xing hat schon viele Leute in Deutschland für uns trainiert", sagte LinkedIn-Mitbegründer Konstantin Guericke bereits im Dezember zu manager-magazin.de, "und hat damit den Weg für LinkedIn bereitet."
Zweikampf: Bislang hat Xing auf dem deutschen Markt klar die Nase vorn
Die Vorherrschaft von Xing in Deutschland - nur noch eine Frage der Zeit? Danach sieht es momentan jedenfalls nicht aus. Das globale Netzwerk des US-Anbieters LinkedIn wächst zwar beständig. Inzwischen sind nach Unternehmensangaben mehr als 12 Millionen Nutzer registriert - im April waren es noch zehn Millionen. Doch das Angebot gibt es weiterhin nur auf Englisch. Die Internetadresse www.linkedin.de, lange Zeit nicht vergeben, hat sich inzwischen ein Bloggerportal gesichert.
Hat LinkedIn seine ursprüngliche Deutschlandstrategie über den Haufen geworfen? Das Unternehmen bestreitet dies vehement. "Zum geplanten Deutschlandauftritt existiert ein Zeitplan", erklärt eine Sprecherin gegenüber manager-magazin.de. LinkedIn arbeite nicht nur an einer Übersetzung auf Deutsch, sondern "an einer umfassenden Umstrukturierung, um die Seite für mehrere Sprachen und Ansprüche von Nutzern unterschiedlicher Nationalitäten kompatibel zu machen."
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