30.07.2007
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Mobilfunk

E-Plus hängt O2 ab

Der nach Kundenzahl kleinste deutsche Netzbetreiber O2 Germany konnte seinen Umsatzrückgang auch im zweiten Quartal nicht stoppen. Die Telefonica-Tochter fällt damit weiter hinter ihrem unmittelbaren Rivalen E-Plus zurück, der für den gleichen Zeitraum einen kräftigen Zuwachs vermeldete.

Madrid/Den Haag – Der Umsatz von O2 Germany sank im zweiten Quartal um 3,8 Prozent auf 727 Millionen Euro, wie der spanische Mutterkonzern Telefonica am Montag mitteilte. Der operative Gewinn des Mobilfunkanbieters halbierte sich auf 98 Millionen Euro, während die Kundenzahl um 374.000 auf 11,6 Millionen kletterte.

Schwere Zeiten: Umsatz und Gewinn von O2 sind gesunken
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DPA

Schwere Zeiten: Umsatz und Gewinn von O2 sind gesunken

Mit einem massiven Sparprogramm, das den Abbau von weiteren 700 Arbeitsplätzen umfasst, will Telefonica seine deutsche Tochter auf den Erfolgspfad zurückführen. Im Juni hatte der Mutterkonzern O2-Chef Rudolf Gröger nach dem ersten Umsatzrückgang in der Geschichte des Unternehmens ausgetauscht.

Telefonica selbst hat nach einem Gewinnzuwachs im zweiten Quartal die Erwartung für 2007 angehoben. Der Gewinn vor Abschreibungen auf Sachanlagen und auf immaterielle Vermögenswerte (Oibda) sei im abgelaufenen Quartal um 34,4 Prozent auf 6,16 Milliarden Euro gewachsen, teilte der spanische mit. Damit sei das zwölfte Quartal in Folge ein Ergebnisplus verzeichnet worden. Der Umsatz kletterte um 6,5 Prozent auf 14,08 Milliarden Euro und der Überschuss von 1,14 auf 2,57 Milliarden Euro.

E-Plus ist so profitabel wie nie zuvor

O2-Konkurrent E-Plus verzeichnete anders als sein Wettbewerber einen kräftigen Zuwachs im zweiten Quartal. Der drittgrößte deutsche Mobilfunkbetreiber E-Plus ist im zweiten Quartal dank Kundenwachstum und Sparkurs so profitabel gewesen wie nie zuvor. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) legte von April bis Juni 2007 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um rund 10 Prozent auf den neuen Rekordwert von 293 Millionen Euro zu, wie das Unternehmen am Montag mitteilte. Die Umsatzmarge habe im zweiten Quartal bei fast 40 Prozent gelegen.

Die positive Entwicklung war den Angaben zufolge zum einen auf höhere Umsätze zurückzuführen. Die Erlöse mit Mobilfunkdienstleistungen kletterten ungeachtet der allgemein sinkenden Preise und trotz der gesenkten Gebühren, die E-Plus für die Annahme von Telefonaten aus anderen Netzen bekommt, um 2,5 Prozent auf 700 Millionen Euro. Damit erhöhte das Düsseldorfer Unternehmen den Marktanteil in Deutschland um etwa einen Prozentpunkt auf rund 13,7 Prozent.

Der Pro-Kopf-Umsatz war zwar weiter rückläufig. Doch konnte E-Plus dies durch den Kundenzuwachs überkompensieren. Zwischen April und Juni kamen 422.000 neue Teilnehmer hinzu. Insgesamt telefonierten damit 13,6 Millionen Kunden im Netz von E-Plus. Die meisten neuen Nutzer entschieden sich für eine der Nebenmarken oder für Angebote der Partner von E-Plus. Hier kamen binnen Jahresfrist insgesamt knapp drei Millionen Kunden hinzu.

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