Von Daniela Hoffmann
Gesellschaft und Geschäft ändern sich dieser Tage mit einer Geschwindigkeit, bei der es auch den Tapfersten Angst und Bange werden kann. Kaum ein Angestellter wird heute noch den Job in "seinem" Unternehmen ein Leben lang behalten. Kaum ein Unternehmen wird die nächsten zehn Jahre überleben, das sich nicht den neuen Gesetzmäßigkeiten stellt.
Rasch wechselnde Geschäftsanforderungen und die damit verbundene Notwendigkeit, Abläufe im Unternehmen manchmal auch mit der "heißen Nadel" umzustricken, haben das klassische Geschäftsdenken in langen Termini obsolet werden lassen. Den Veränderungen können Unternehmen unterschiedliche Strategien entgegensetzen: Den Kopf ängstlich in den Sand stecken, resigniert das Gestern preisen oder dem Neuen mit Neugier und Offenheit begegnen.
Ein Ansatz, sich strukturiert auf den Wandel einzustellen, bietet das Business Process Management (BPM): Am Anfang steht die Idee von Transparenz, am Ende – hoffentlich – Flexibilität. Wo fängt ein Prozess an und wo endet er? Wo sind Redundanzen und Lücken, historisch gewachsene Umwege? Was lässt sich automatisieren, was durchgängiger gestalten? Welche Ziele sollen dabei verfolgt werden? Höchste Effizienz, höchste Kundenfreundlichkeit? BPM ist – ähnlich wie Customer Relationship Management – kein Technologie-, sondern ein Managementthema und eine Frage der Philosophie.
Anpassungsfähigkeit ist gefragt
"Heute werden Prozesse in Hinblick auf schnelle Veränderlichkeit designed, nicht für die nächsten zehn Jahre", sagt Janelle Hill, Research Vice President beim Marktforschungsinstitut Gartner. "Es geht nicht mehr um den perfekten Prozess, sondern um das anpassungsfähigste Konzept von Prozessen", so Hill.
Dieser Gastbeitrag ist im Fachmagazin "IT-Director", Heft 4/2007, erschienen
"BPM-Systeme sind Mittel zum Zweck und nicht Selbstzweck", sagt Thomas Olbrich, unabhängiger BPM-Berater und Marktanalyst aus Saarbrücken. Diese Erkenntnis prägte Olbrich zufolge auch den Gartner BPM-Summit, der Ende März in London stattfand und eine deutlich stärkere Managementorientierung des Themas signalisierte.
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