Bad Neuenahr - Für die Beschäftigten in den drei neuen Servicegesellschaften solle ein Schutz vor betriebsbedingten Kündigungen bis Ende 2012 gelten, teilte Verdi-Verhandlungsführer Lothar Schröder mit. Der bisherige Vorschlag des Konzerns sah einen Kündigungsschutz bis Ende 2011 vor.
Diese Zusage stehe allerdings noch unter dem Vorbehalt einer Einigung über das Gesamtpaket, sagte der Personalchef der Deutschen Telekom
Die Telekom will zum 1. Juli 50.000 Stellen bei den Callcentern, dem Technischen Service und der Infrastruktur der Festnetztochter T-Com in neue Servicegesellschaften auslagern. Die Beschäftigten sollen dort für weniger Geld länger arbeiten. Die Telekom will damit ihre Konkurrenzfähigkeit verbessern. Die Gewerkschaft wendet sich vor allem gegen Einschnitte in bestehende Gehälter.
"Die Hälfte des Marathons ist geschafft"
Sattelberger sagte, die Verhandlungen gestalteten sich wie ein Marathon, bei dem mehr als die Hälfte geschafft sei. Langsam würden die Gespräche kräftezehrend, aber man befinde sich auf einem guten Weg.
Verdi-Verhandlungsführer Lothar Schröder fügte hinzu, zum Kündigungsschutz habe man eine gute Regelung gefunden. Der Schutz der Arbeitsplätze sei einer der wichtigsten Diskussionspunkte gewesen. Nun gehe es noch darum, ein ordentliches Gesamtpaket zu schnüren, das auch in einer Urabstimmung Bestand habe.
Ob und wann die Verhandlungen über die Zukunft der 50.000 Telekom-Beschäftigten beendet werden können, ließen beide Seiten offen. Bislang waren immer Dienstag oder spätestens Mittwoch als voraussichtlicher Endpunkt der Verhandlungen genannt worden.
Einem Gewerkschaftssprecher zufolge beteiligten sich am Montag parallel zu den Verhandlungen bundesweit 7000 Telekom-Beschäftigte an Streiks. Am Dienstag sollen es 6000 sein. Verdi hatte angekündigt, die Streikbeteiligung je nach Verhandlungsfortschritt zu reduzieren.
manager-magazin.de mit Material von ap, ddp und reuters
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