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07.06.2007
 

Entwicklungshilfe

Armutkiller Billiglaptop

Von Marleen Gründel

3. Teil: Entwicklungshilfe für die USA

"Intel sollte sich schämen"

Das an sich wäre nicht das Problem. "Wir können zufrieden sein, wenn Unternehmen ähnliche Initiativen starten", kommentiert Freudenberg Intels Vorstoß. Schließlich wolle OLPC ja keine Rechner verkaufen, sondern einfach nur Bildung in Entwicklungsländer bringen.

Bildung per Billiglaptop: IT-Guru Negroponte (r.) und Mary Lou Jepsen präsentieren ihr 100-Dollar-Notebook
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AP

Bildung per Billiglaptop:
IT-Guru Negroponte (r.) und Mary Lou Jepsen präsentieren ihr 100-Dollar-Notebook

Für Intel sei dies jedoch nur ein Vorwand, so Freudenberg. "Das Unternehmen verkauft den Laptop für 200 Dollar, um Fuß in dem Markt zu fassen und weil wir in unserem XO einen AMD-Chip statt eines Intel-Prozessors verwenden", vermutet der Experte. Während die 175 Dollar für den OLPC-Rechner derzeit gerade eben die Kosten abdeckten, müsse Intel seinen Laptop subventionieren, um ihn für 200 Dollar verkaufen zu können.

OLPC-Initiator Negroponte fand für das vorgehen des US-Konzerns noch deutlichere Worte. "Intel sollte sich schämen", sagte der IT-Guru gegenüber dem Nachrichtensender BBC. Der Chiphersteller habe seiner Mission enorm geschadet. Intel-Vertriebschef Sean Maloney sieht das naturgemäß ganz anders. "Der Classmate PC ist einfach nur eine andere Möglichkeit, das gleiche Problem zu lösen", so der Manager.

Entwicklungshilfe für die USA

Welche Motivation auch immer hinter Intels Vorstoß steckt, klar ist jedenfalls, dass das höchste Wachstum bei PC-Verkäufen bald in den Entwicklungsländern erzielt werden wird. Schließlich sind die Märkte in den Industriestaaten schon so gut wie gesättigt.

Die USA hält diese Tatsache jedoch nicht davon ab, sich ebenfalls um den Kinderrechner zu bemühen. Mehrere US-Bundesstaaten haben bereits angefragt, ob sie den Rechner ebenfalls erwerben dürfen. Offenbar braucht auch der mächtigste Staat der Welt noch Entwicklungshilfe.

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