Kostenlose Datenrettung im Netz
In dieser Hinsicht bietet Windows Vista mehr Komfort: Über die Setup-CD kann auf die sogenannten Systemwiederherstellungspunkte zugegriffen werden. "Das ist so, als würden Sie das direkt im laufenden System machen", sagt Apfelböck. Sowohl XP als auch Vista speichern regelmäßig Informationen über das System. So kann im Falle eines Problems ein früherer, einwandfreier Zustand wiederhergestellt werden.
Allerdings liegen vielen PCs, die mit vorinstalliertem Windows gekauft werden, gar keine Setup-CDs von Microsoft
Eine andere Möglichkeit, Windows XP wieder flott zu machen, heißt Bart PE. Dabei handle es sich um eine Art kostenloses Mini-Windows, sagt Experte Apfelböck. Das vom niederländischen Programmierer Bart Lagerweij entwickelte Werkzeug erstellt auf der Grundlage einer Windows-XP-SP2-Installations-CD eine Boot-CD. Diese ermöglicht den Zugriff auf jedes Windows-System - auch ohne Passwort. Auf der sicheren Seite ist, wer die Boot-CD vorsorglich erstellt.
Bart PE funktioniert aber nicht bei allen Rechnern: Es liest und schreibt nur auf sogenannten FAT- und NTFS-Partitionen. Läuft es, kann der Nutzer unter Bart PE weitere Programme starten, die ihm bei der Reparatur des eigentlichen Betriebssystems helfen. Für Vista gibt es das Microsoft-eigene Windows PE 2.0.
Um Daten zu retten, ist laut Lentges auch das kostenpflichtige Programm "True Image" von Acronis geeignet. Eine andere Möglichkeit ist Knoppix-Linux, das unter www.knopper.net gratis zu haben ist. Nach dem Download wird es als "Iso-Image" auf eine CD gebrannt. Das Linux-System startet direkt von der CD, muss also nicht installiert werden. Da es sowohl die Windows-Formate FAT32 als auch NTFS lesen und beschreiben kann, können die auf dem Rechner unter Windows gespeicherten Daten mit Knoppix gerettet werden.
Die garantierte Datenrettung gibt es allerdings nicht. Deshalb sollte jeder Nutzer dem kompletten Verlust seiner digitalen Habe vorbeugen, wie Nadler von Microsoft rät: "Wichtig ist, dass PC-Besitzer regelmäßig Daten-Backups anlegen."
Sven Appel, dpa
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