13.06.2007
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Websuche

Wer suchet, findet nicht immer

2. Teil: Um die Ecke denken

Um die Ecke denken

So können Surfer etwa statt der Suche mit einem Wort Ketten von Begriffen eingeben oder nach Phrasen suchen, die in Anführungszeichen gesetzt werden. "Die Worte können einfach nacheinander eingegeben werden - die Suchmaschinen verknüpfen das automatsch mit 'und'", sagt Höchstötter. Nach Erhebungen sind Suchanfragen mit zwei oder drei Worten die häufigsten - "Abfragen mit vielen Worten sind hingegen eher selten", sagt Experte Sander-Beuermann. Allerdings ließen sich auch ganze Zitate in das Suchfeld einfügen, um nach einem bestimmten Text zu suchen.

Internetunternehmen arbeiten laut Gerstheimer laufend daran, die Intelligenz von Suchmaschinen zu verbessern. "Da kann auch um die Ecke gedacht werden - sodass etwa bei der Suche nach dem Wort 'Apfel' Wilhelm Tell als Ergebnis erscheint." Webnutzer sollten ihre Suchanfragen nicht allzu einseitig formulieren, meint Wissenschaftler Sander-Beuermann. "Man muss sich in die Lage des Anbietenden versetzen." So sollte jemand, der ein Auto kaufen will, in eine Suchmaschine eher 'Auto zu verkaufen' eingeben, um auf entsprechende Angebote zu kommen.

Wer partout kein passendes Ergebnis für seine Suche erhält, sollte sich einen kleinen Katalog mit Synonymen für die Worte seiner Anfrage anlegen und Rechtschreibung sowie Grammatik der Anfrage prüfen. "Es hilft auch, gezielt nach bestimmten Dateiformaten zu suchen", sagt Höchstötter. Denn die Suchmaschinen können unterschiedliche Arten von Daten durchsuchen. "Dazu reicht die Eingabe der Dateiendungen." So lassen sich Textdokumente etwa durch die Eingabe der Kürzel ".pdf" und ".doc" suchen, während Tabellen häufig die Dateiendung ".xls" haben.

Die vielfältigsten Ergebnisse finde, wer in mehreren Suchmaschinen unterwegs ist. "Es ist ja auch immer besser, mehrere Zeitungen zu lesen", sagt Sander-Beuermann. Bei besonderen Themen können auch spezialisierte Suchmaschinen helfen, an brauchbare Ergebnisse zu kommen. Allerdings gebe es auch eine Fülle von Informationen im sogenannten Deep Web, die noch nicht für den Zugriff der Suchmaschinen aufbereitet wurden. Und dann hilft manchmal doch wieder der Griff ins heimische Bücherregal oder der Gang in eine Bibliothek.

Verena Wolff, dpa

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