Schlaf ist besser als Bereitschaft
Nutzer von Microsofts neuem Betriebssystem Windows Vista sind dabei im Vorteil: Sie können einen Standby-Modus nutzen, der die Daten zwar im Arbeitsspeicher belässt, sie aber auch auf einem separaten Teil der Festplatte speichert. Im Fall der Fälle kann so nichts mehr passieren, und der Computer ist trotzdem sehr schnell wieder einsatzbereit.
Wer seinen Rechner mehrere Stunden lang nicht benötigt, etwa weil er einkaufen fährt, sollte ihn auf jeden Fall ganz ausschalten. Denn der Standby-Betrieb kann ins Geld gehen, auch wenn er grundsätzlich nicht viel Strom verbraucht: Auf lange Sicht kommen dann doch einige Euro zusammen.
Sogar ausgeschaltet verbrauchen Multimediageräte noch Energie. Da an vielen der Netzschalter fehlt, lohnt sich die Anschaffung einer Mehrfachsteckdose mit Schalter. Damit können neben dem PC gleich auch die Peripheriegeräte vom Netz getrennt werden. Angst vor Datenverlust muss dabei niemand haben, selbst wenn der Rechner über Wochen und Monate ohne Strom bleibt.
Generell kann es sich lohnen, den Rechner und Zubehör mit einem Leistungsmessgerät auf den Stromverbrauch zu prüfen. Verbraucht der PC selbst im Standby-Modus noch 40 Watt und mehr, sollte man die Einstellungen im BIOS überprüfen. Dort gibt es unter den Energieeinstellungen zwei Modi: Beim S1-Modus wird der Prozessor im Standby nicht schlafen geschickt, beim standardmäßig eingestellten S3-Modus schon - und das spart auf Dauer viel Strom und Geld.
Beim Neukauf eines PCs sollte man auf jeden Fall auch auf den Stromverbrauch achten. Technische Datenblätter verraten, ob und wo versteckte Kostenfallen lauern. Wer der Umwelt etwas Gutes tun will, sollte den alten PC allerdings so lange wie möglich nutzen, rät Benz. Schließlich ist die Herstellung in der Energiebilanz eines Computers der weitaus größte Faktor.
Sandra Schipp, ddp
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