Apple dementierte deutlich
Apple dementierte die Verspätungen unzweideutig: Die Vorbereitungen für das iPhone lägen alle im Zeitplan. Am Freitag konnte der Konzern außerdem nachschieben, dass nun die Zulassung der US-Behörden für das Gerät vorliegt und dem Verkaufsstart im Juni nichts im Weg stehe.
"Engadget" gestand einen Irrtum ein. Diesen erklärten die Verantwortlichen inzwischen mit einer E-Mail, die im Hause Apple kursiert sein soll. Neben den Falschinformationen enthielt sie die Ankündigung einer entsprechenden Presseerklärung. Ein Apple-Mitarbeiter leitete die Nachricht an "Engadget" weiter. Wenig später wurde sie konzernintern als Fälschung identifiziert; demnach soll sie gar nicht über einen hausinternen Server verschickt worden sein. Da hatte "Engadget" die Meldung aber schon in die Welt gesetzt.
Wer schrieb die gefälschte E-Mail?
Das Beben ist vorüber. Bis Donnerstag hat die Apple-Aktie die Verluste weitgehend gutgemacht. Beim iPhone scheint alles seinen geplanten Gang zu gehen.
Dennoch bleiben Fragen: Wer hat die ominöse Mail geschrieben? Und warum? Hat er auf die fallenden Kurse spekuliert? Apple ließ offen, ob nach dem Urheber gefahndet werden soll. Neue Gerüchte machen die Runde: Die US-Börsenaufsicht erwäge Ermittlungen, mutmaßte eine US-Nachrichtenagentur.
Wie kann man ein Unternehmen vor einem derartigen Kommunikations-GAU schützen? Wo doch schon Apple die Geheimhaltung so pflegt. Oder wäre das mit einer offeneren Unternehmenspolitik nicht passiert?
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