08.05.2007
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Yahoo/Microsoft

Ein letztes Aufbäumen

Von Marleen Gründel

4. Teil: Microsoft hinkt hinterher

Microsoft hinkt mit weitem Abstand hinterher

Bei Microsoft Chart zeigen sieht es dagegen ganz anders aus. Im Gegensatz zu Google Chart zeigen und Yahoo Chart zeigen spielt Onlinewerbung bei dem Softwarekonzern noch eine untergeordnete Rolle. Nach Angaben der Nachrichtenagentur Bloomberg macht Microsoft im Vergleich zu Google derzeit gerade einmal ein Sechstel des Online-Werbeumsatzes seines Rivalen. Der Softwarekonzern will den Bereich unbedingt ausbauen, auch weil er in seinem angestammten Geschäft zunehmend von Google und seinen zahlreichen kostenlosen Onlineanwendungen unter Druck gerät.

Zukunftsmarkt Webwerbung: Unternehmen verlagern ihre Werbemittel ins Internet
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Zukunftsmarkt Webwerbung: Unternehmen verlagern ihre Werbemittel ins Internet

Seit einigen Wochen wird Microsoft deshalb ein Interesse an 24/7 Real Media nachgesagt, einem direkten Konkurrenten von Doubleclick. Der "New York Post" zufolge soll der Konzern bereit sein, bis zu eine Milliarde Dollar für 24/7 zu zahlen.

Eine weitaus bedeutendere Alternative für Microsoft wäre sicherlich die Übernahme von Yahoo, über die Ende vergangener Woche spekuliert wurde. Auch wenn beide Unternehmen die Meldung am Wochenende dementierten, ist ein solcher Schritt nicht ganz abwegig. Microsoft würde damit auf einen Schlag Reichweite und Kundenzahl seiner schwächelnden Onlinesparte um ein Vielfaches steigern. Laut US-Medienberichten wäre der Softwarekonzern bereit, bis zu 50 Milliarden Dollar für Yahoo zu zahlen - angesichts eines Börsenwerts von rund 38 Milliarden Euro und eines Gewinns von 750 Millionen Dollar im vergangenen Jahr ein stolzer Preis.

Doch Yahoo sträubt sich offenbar gegen eine Übernahme. Mitgründer Jerry Yang gilt als überzeugter Microsoft-Gegner, der jegliche Nutzung von Produkten aus dem Redmonder Haus kategorisch ablehnt. Abgesehen davon bieten die beiden Konzerne ähnliche Produkte wie E-Mail oder Instant Messaging an, die bei einer Fusion womöglich eingestellt werden müssten.

Wahrscheinlicher ist daher eine engere Zusammenarbeit zwischen Yahoo und Microsofts Internetsparte. Mit Microsofts technischem Know-how und Yahoos Reichweite im Internet könnten die beiden Unternehmen ihrem Erzrivalen Google erfolgreich die Stirn bieten und ihren Abstand im Geschäft mit Onlinewerbung deutlich verringern. Denn alleine, das haben die vergangenen Jahre gezeigt, haben sie kaum eine Chance gegen die Übermacht aus Mountain View.

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