Von Marleen Gründel
Hamburg - Auf dem Börsenparkett schlug die
Nachricht ein wie eine Bombe: Der Softwarekonzern Microsoft
bemühe sich verstärkt um eine Übernahme des Portalbetreibers Yahoo
, berichtete die "New York Post" am Freitag unter Berufung auf nicht näher identifizierte Quellen. Die Aktien von Yahoo legten daraufhin zeitweise um bis zu 17 Prozent zu.
Zweckbündnis: Um im Kampf gegen Google zu bestehen, könnten sich Microsoft und Yahoo verbünden
Doch inzwischen hat sich die Situation geändert: Mit der Mitte April angekündigten
Übernahme des Werbedienstleisters Doubleclick hat Google
den Druck auf Microsoft und Yahoo drastisch erhöht. Die beiden Unternehmen müssen sich dringend überlegen, wie sie dem rasanten Erfolg des Internetkonzerns auf dem boomenden Onlinewerbemarkt Einhalt gebieten können.
Zielgruppe auf dem Präsentierteller
Das Potenzial der Onlinewerbung hat Google frühzeitig erkannt. Das World Wide Web bietet Unternehmen eine ganze Palette neuer Werbemöglichkeiten. Banner, Pop-ups, Videos - und vor allem eine bessere Zielgruppenansprache als im Fernsehen oder Radio.
Schließlich zeigt der Nutzer sein Interesse für ein bestimmtes Thema bereits durch die Eingabe des entsprechenden Begriffs in eine Suchmaschine. Wer beispielsweise das Wort "Ferrari" eintippt, steht Luxusautos im Allgemeinen sicherlich nicht abgeneigt gegenüber. Ein passender Link dazu auf der Seite der Suchergebnisse würde also auf die richtige Zielgruppe treffen. Auf der Ferrari-Seite selbst lohnen sich darüber hinaus auch noch Anzeigen zu anderen Luxusartikeln, da davon ausgegangen werden kann, dass sich der Nutzer gern einmal etwas Teures gönnt.
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