Hannover - Microsofts
neues Betriebssystem Windows Vista macht rund ein Vierteljahr nach dem Start immer noch Probleme. Die Freude der Benutzer über transparente Fenster und Farben wird durch fehlende Gerätetreiber, absurde Fehlermeldungen sowie penetrante Sicherheitsabfragen deutlich getrübt, wie die Zeitschrift "C't" (Ausgabe 9/07) berichtet.
Die deutsche Übersetzung verwirre die Nutzer teilweise mit Kauderwelsch. Denn wohl nur die wenigsten Anwender wissen, was sich hinter den Begriffen "Funktionssuchanbieter-Host", "Auswurfverhältnisse" oder "Klassenkurzname" verbirgt. Die Reihe absurder Wörter und Erklärungen in dem Betriebssystem ist dem Bericht zufolge lang. Die Übersetzer scheinen vor ihrer Arbeit außerdem weder ein gemeinsames Vokabular vereinbart noch die Texte nachträglich abgeglichen zu haben, heißt es.
Dagegen bemerkten Nutzer schnell, was hinter der Benutzerkontensteuerung steckt, denn die neuen Sicherheitsfunktionen beeinträchtigten vor allem den Komfort. Immer wieder frage das System, ob eine bestimmte Funktion tatsächlich ausgeführt werden solle, ohne dabei über Hintergründe der Anfrage aufzuklären. Mitunter erscheine schon eine Rückfrage der Benutzerkontensteuerung, wenn nur ein Symbol im Startmenü verschoben werden solle.
Am Vista-Sicherheitskonzept scheitern leider auch viele Softwareprogramme. Die Hersteller hätten kein großes Interesse, ihre älteren Produkte Vista-tauglich zu machen, berichtet das Magazin. Updates für ältere Produkte gebe es bei vielen Herstellern nur gegen eine zusätzliche Gebühr. Einige Produkte würden ganz eingestellt.
Auch viele Hardwarehersteller zeigten sich wenig motiviert, für bereits vor einigen Jahren hergestellte Geräte noch einen Vista-fähigen Treiber anzubieten. Im schlimmsten Fall können Verbraucher beispielsweise den erst vor wenigen Jahren gekauften und immer noch völlig ausreichenden Scanner unter Vista nur eingeschränkt verwenden.
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