Von Tino Böhler
Kreativität nimmt zu
Die tägliche Arbeit des "Wissensarbeiters" in einem virtuellen Büro besteht darin, dass er in einem oder gar in mehreren Projekten involviert ist. An seinem Arbeitsplatz, sieht der Wissensarbeiter auf einen Blick sein Team, die Aufgaben, die Informationen, den Fortgang eines Projekts, aber nicht im Sinne einer individuellen Organisationsanwendung, sondern auf das Team und dessen Mitglieder verteilt. Und genau in dieser Umgebung wird der Prozess der Produktion komplexer Inhalte optimiert. Gleichzeitig nimmt die Kreativität zu, da wesentlich mehr Personen an diesem Prozess beteiligt sein können.
Die Frage lautet: Wie kann ich diese Inhaltsproduktion im Team optimieren? Heute werden beispielsweise im Softwareumfeld Projektdokumentationen im Team schon über Wikis erstellt, so dass jedes Mitglied in Echtzeit den Arbeitsstand der anderen Mitglieder einsehen kann. Ein Wiki ist eine Seitensammlung, die von Nutzern gelesen und editiert werden kann. Für komplexere Aufgaben hingegen wäre die Sharepoint-Technologie einsetzbar, auf deren Basis man planen und Workflows im Hintergrund zur Absicherung einsetzen kann.
Diese Art des Arbeitens geschieht auch nie asynchron. Der Wissensarbeiter von morgen geht zwar nach einer Videokonferenz auch wieder "alleine" in sein Büro, doch greift er gleichzeitig mit seinen Kollegen auf das gemeinsame Dokument zu: es gibt keinen Bruch mehr, was einen Gewinn an Effektivität, Zeit sowie an Struktur und Qualität des Endproduktes bedeutet.
Und der Wissensarbeiter ist heute schon überall dort zu finden, wo neben einer niedrigen Fertigungstiefe Kreativität, Innovation und konzeptionelles Arbeiten an der Tagesordnung sind.
Beispiele hierfür sind die klassischen Ingenieurstätigkeiten im Maschinen- und Anlagenbauumfeld sowie Strategieentwicklung und Zukunftsmanagement. Ausgedient haben dürfte hingegen der Typ Mitarbeiter, der sich für eine Aufgabe still und heimlich in sein Kämmerlein zurückzieht und im Anschluss daran sein Ergebnis präsentiert.
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