Von Marleen Gründel
Das Korruptionsrisiko stark verringern
Die Anschaffung eines IDM-Systems ist allerdings nicht gerade billig. "Ein Mittelständler mit 1000 Mitarbeitern sollte mit etwa 70.000 Euro für die Software rechnen", so Weierich. Wer einen Berater wie Deron zurate ziehen will, der das Unternehmen auch bei der Auswahl und Implementierung eines geeigneten Systems unterstützt, muss dagegen den doppelten Betrag investieren. "Der Beratungspreis richtet sich nach der Anzahl der einzubindenden Applikationen und der Komplexität der Organisation", berichtet Deron-Geschäftsführer Scherrbacher.
Korruptionsschutz: Ein IDM-System ist nicht billig, kann aber helfen das Betrugsrisiko deutlich zu verringern
Trotz all des Aufwands und der Kosten kann allerdings auch Identity Management keinen hundertprozentigen Schutz vor Korruption gewährleisten. "IDM ist ein Mittel von vielen gegen Korruption, wichtig ist darüber hinaus auch die Kommunikation im eigenen Unternehmen", meint Jens Washausen, Geschäftsführer der Beratungsgesellschaft Trauboth Risk Management, gegenüber manager-magazin.de. Es sollte deutlich gemacht werden, dass Korruption und Bestechung unter keinen Umständen toleriert werden.
"Einen Fall wie bei Siemens
hätte auch ein IDM-System nicht verhindern können", sagt auch Völcker-Sprecher Weierich. Hier hätten angeblich sogar Compliance-Verantwortliche mitgespielt, sodass dem System keine Ungereimtheiten aufgefallen wären.
Dennoch bleibt Identity Management ein wichtiger Faktor für Unternehmen im Kampf gegen Korruption. Schließlich lässt sich dadurch das Risiko zumindest verringern.
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