Von Marleen Gründel
Hannover - "Guten Tag, meine Name ist Frank Müller von der International Car Associates", stellt sich der Mann gegenüber vor. Er trägt ein rotes Jackett mit Fliege, ist etwa 35 Jahre alt und seine Augen lächeln verschmitzt, als er den Zuhörern auf der anderen Seite des Raumes in Halle 26 der Computermesse Cebit das Thema der Konferenz vorstellt: Es soll das Managerauto der Zukunft gefunden werden.
Genaugenommen sitzt Müller allerdings nicht wirklich auf der anderen Seite des Raumes. Der verkleidete T-Systems-Mitarbeiter hat etwa 300 Meter entfernt in einer anderen Halle an einem Konferenztisch Platz genommen, genau wie die Zuhörer in diesem Zimmer. Sehen und hören können sich die Teilnehmer über ein Konferenzsystem von Cisco
namens Tele Presence - und zwar in gestochen scharfen Bildern, die so gut wie ohne Zeitverzögerung von einem Ort zum anderen übertragen werden.
Genau das möchte T-Systems hier auf der Cebit auch demonstrieren. Um das Ganze in einer herkömmlichen Geschäftssituation zu veranschaulichen, hat die Geschäftskundentochter der Deutschen Telekom
die International Car Associates ins Leben gerufen.
Darstellung in Lebensgröße
Der virtuelle Müller stellt den potenziellen Unternehmenskunden, die sich die Vorführung des Konferenzsystems auf der Messe anschauen wollen, gerade seine drei Kollegen vor, die mit ihm in dem anderen Raum sitzen. Für die Zuhörer an dem ovalen Konferenztisch wirkt es jedoch so, als säßen ihnen die vier Gesprächspartner direkt gegenüber.
Verantwortlich dafür ist das Möbelstück selbst. Während auf der einen Seite des Tisches sechs reale Teilnehmer Platz nehmen können, stehen auf der anderen Seite drei hoch auflösende Bildschirme auf der Tischplatte. Die Monitore übertragen die Bilder aus dem anderen Raum, in dem die Gesprächspartner ebenfalls an einem Konferenztisch sitzen. Die Größe und Anordnung der Bildschirme ermöglicht die Darstellung der Teilnehmer in Lebensgröße, so dass es wirkt, als säßen sie auf der anderen Seite des Tisches. Genau genommen sind natürlich nur die Oberkörper von Müller und seinen Kollegen zu sehen - so wie auch in realen Konferenzen.
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