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manager magazin



09.03.2007
 

PC-Energieverbrauch

Stromfresser auf Diät

Von Nils Matthiesen

3. Teil: Grafikkarte Stromfresser Nummer zwei

Grafikkarte Stromfresser Nummer zwei

Nach dem Prozessor ist die Grafikkarte Stromfresser Nummer zwei im PC. Dies gilt vor allem für leistungsfähige 3D-Boliden und noch viel mehr für SLI- und Crossfire-Systeme, die auf zwei oder mehr Grafikkarten setzen und beim Spielen jede Stunde schon mal 150 Wattstunden verbrauchen. So wie Nvidias GeForce 8800 GTX, die schon im Leerlauf rund 90 Watt zieht.

Auch das spart Strom: Einfach mal abschalten
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Auch das spart Strom: Einfach mal abschalten

Wer dagegen volle 3D-Leistung benötigt, muss wohl oder übel einen schnell drehenden Stromzähler in Kauf nehmen. Im Gegensatz zu den Prozessorherstellern hat hier noch kein Umdenken stattgefunden. Ganz im Gegenteil. Jede neue Generation von Grafikkarten hatte bis jetzt stets einen höheren Stromverbrauch als ihre Vorgänger.

Wenn man allerdings auf 3D-Applikationen und Spiele verzichten kann, genügt auch eine niedrig getaktete, passiv gekühlte Grafikkarte oder, besser noch, eine Onboard-Lösung, die den Stromhunger des PCs deutlich senkt. Im Vergleich zu Highend-Lösungen ist die Leistungsaufnahme im 2D-Modus bis zu 50 Watt niedriger. Komplettsysteme mit einer Leistungsaufnahme von 60 Watt sind keine Utopie.

TFTs sparen Strom

Auch wenn Sie einen ressourcenschonenden PC zusammengestellt haben, werden alle Ihre Bemühungen, die Stromrechnung niedrig zu halten, nicht fruchten, wenn Sie sich einen großen Röhrenmonitor auf den Schreibtisch stellen. Denn diese Monster verschlingen mitunter mehr Energie als der komplette PC. Schon ein 17-Zoll-CRT nimmt im Betrieb um die 75 Watt auf – 21-Zoller genehmigen sich sogar 135 Watt und mehr.

Der erste logische Schritt, um Strom zu sparen, liegt also in der Anschaffung eines Flachbildschirms. Diese verbrauchen je nach Größe und Modell zwischen 20 (15 Zoll) und 45 bis 60 Wattstunden (21 Zoll) pro Betriebsstunde. Sicherlich sind TFTs in der Anschaffung noch etwas teurer als Röhrenmonitore – angesichts der deutlich niedrigeren Stromkosten kann sich der höhere Kaufpreis für Vielnutzer im Laufe der Zeit aber amortisieren.

Wer nicht zwangsläufig auf einen Desktop angewiesen ist, greift ohnehin zum Notebook. Diese sind in aller Regel auf einen möglichst niedrigen Stromkonsum ausgelegt. Schließlich sollen sie auch abseits von Steckdosen lange durchhalten. Ein gut ausgestattetes Notebook nimmt nicht mehr als 30 Watt auf – inklusive Monitor. Da kann kaum ein Desktop mithalten. Es sei denn, er arbeitet ebenfalls mit einer Mobil-CPU. Bestes Beispiel für einen stromsparenden Desktop ist Apples Mac Mini. Bestückt mit einem Core-Duo-Prozessor mit 1,66 GHz, 80-Gigabyte-Festplatte und Onboard-Grafik nimmt er nur 21 Watt auf und bietet trotzdem mehr als genug Leistung zum Surfen, Briefe schreiben und DVD schauen.

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