Von Andreas Schmitz
"Das Ende des Buhmann-Images"
"Die IT versetzt sich mit SOA in die Lage, Anforderungen aus dem Business zeitnah und kundenorientiert umsetzen", benennt Vizepräsident Jörg Jeschke vom Berater Capgemini einen wichtigen Vorteil. Zuletzt könne es gar "das Ende des Buhmann-Images der IT" bewirken. Holtschke von Accenture ist da zunächst vorsichtiger: "Man kann relativ schnell einzelne SOA-Fähigkeiten schaffen", so Holtschke. "SOA-Anwendungen unternehmensweit im Backend zu implementieren ist allerdings eine große Investition."
Experton-Vorstand Burau: "In Hinblick auf den Einkauf von Speicher- und Rechnerkapazität werden Unternehmen ihre fixen Kosten zunehmend in variable umwandeln"
Klar ist: "SOA soll flexibel und schnell die Businessprozesse unterstützen", sagt Capgemini-Berater Jeschke, der als Beispiele für hohe Flexibilität das Auktionshaus Ebay
, Spürnase Google
, Buchhändler Amazon
, Musikhändler Apple iTunes und Zune von Microsoft
nennt. "Diese Unternehmen schaffen es, sehr schnell auf ihre Kunden zu reagieren und immer neue Geschäftsideen zu entwickeln."
Jeschke prognostiziert, dass sich dieses Tempo auch auf andere Industrien übertragen wird. Der Umbau für mehr Flexibilität schafft Geschwindigkeit in den Prozessen. SOA kann sich hier zu einem nützlichen Werkzeug entwickeln. Einen interessanten Nebeneffekt eines funktionsfähigen SOA-Konzeptes erwartet Jeschke für die Beziehung zwischen Business und IT, weil die IT die Businessanforderungen nun schneller umsetzen kann.
Konsolidierung weiter Dauerbrenner
Unterstützung in Sachen Business-IT-Alignment können Unternehmen gut gebrauchen. Zwar haben CIOs ihre Position um eine starke Governance erweitert. Auch tritt der IT-Bereich als Dienstleister auf, und Informationmanager sind immer öfter in den Fachbereichen zu finden. "Im Tagesgeschäft ist die Zusammenarbeit zwischen Business und IT eingeschliffen", so von Bechtolsheims Eindruck. "Aber strategische Themen sind nach wie vor schwierig zu positionieren."
Als Beispiel nennt er die Frage, ob man in SOA investieren wolle. "CIOs tun sich nach wie vor schwer damit, strategische Themen in die Vorstandsebene zu bringen." Experton-Manager Burau pflichtet ihm bei: "Man wähnt sich weiter, als man schon ist." Besonders darin, die Aufgaben der IT transparent zu machen und die ITAbteilungsleiter in den Vorhaben mitzunehmen, sieht Burau noch Defizite und eine wichtige Zukunftsaufgabe für die IT-Chefs.
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